Allgemeines, Farben

5 Mythen über Schwarz – wie Sie die eleganteste aller „Farben“ kombinieren

SCHWARZ ist elegant, zeitlos und vielseitig kombinierbar. Der dunkelste aller Farbtöne ist für mich aus der Mode und den Kleiderschränken nicht wegzudenken.

Doch steht Schwarz wirklich jedem? Und macht es wirklich schlank? Vor allem Abendkleidung wird gerne in Schwarz getragen. Und kurz vor Weihnachten und Silvester findet man in den Geschäften eine riesige Auswahl. Ein Abendkleid in Schwarz ist toll – und doch gibt es wunderbare Alternativen.

In diesem Blogbeitrag möchte ich mit ein paar Mythen aufräumen:

1. Schwarz macht schlank

Ja, optisch lässt uns ein schwarzes Kleidungsstück schlanker und länger erschienen. Doch warum eigentlich?

Ein kleiner Ausflug in die Farblehre: „Schwarz ist als Sinneswahrnehmung (Lichtfarbe) eine Farbqualität. Physikalisch bedeutet Schwarz – die Abwesenheit von (sichtbarem) Licht jeglicher Wellenlänge. Als Körperfarbe ist es die Absorption aller Lichtfrequenzen.“ (Wikipedia)

In der Praxis heißt das: Tragen Sie Schwarz, macht das optisch schlanker, weil keinerlei Licht zurückgeworfen wird. Das ist besonders bei matten Stoffen der Fall.

Sie möchten eine Alternative, mit ähnlichem Effekt? Dann möchte Ihnen folgende Farben ans Herz legen: Dunkelblau, dunkles Weinrot, Dunkelgrün, tief dunkles Violett und alle dunklen Farben. Darin sieht man mit der richtigen Schnittführung einfach großartig aus.

Denn in einem schlecht sitzenden Kleidungsstück machen Sie auch in Schwarz keine gute Figur. Die Schnittführung und Materialien sind einfach das A und O – was sich in jeder meiner Stilberatungen bestätigt. Und so werden auch kurvige Figuren mit den richtigen Farben, Silhouetten und Akzenten optisch gestreckt und optimal in Szene gesetzt.

2. Schwarz passt zu allem

Richtig! Doch auch Weiß, Beige, Grau und Dunkelblau sind neutrale Töne, die man vielseitig mit Farben kombinieren kann. Z. B. Pink zu Weiß oder Dunkelblau, Kobaltblau zu Grau oder Weiß etc.

3. Schwarz kann jeder tragen

Es steht definitiv nicht jedem!

Zumindest bei sehr ehrlichem Tageslicht ist der Kontrast sehr hart. Und genau das betont so manche Falte und lässt uns müde und fahl erscheinen. Je nach Farbtyp ist ein elegantes Dunkelblau oder Anthrazit viel schmeichelnder.

4. Schwarz ist immer modern

… und es kommt nie wirklich aus der Mode. Daher darf schwarze Kleidung in jedem Schrank vorhanden sein. Aber bitte in Maßen und richtig eingesetzt. Besitzen Sie bereits Ihr „kleines Schwarzes“? Mit unterschiedlichen Accessoires kombiniert, ist es wirklich ein Kombinationstalent.

5. Schwarz ist gleich Schwarz

Ein Mode-Foix-Pas den ich leider viel zu oft sehe: Da wird beispielsweise ein schwarzer Rock, mit irgendeinem schwarzen Blazer kombiniert.

Schwarz ist eben nicht gleich Schwarz – und hat ganz unterschiedliche Untertöne von leicht rötlich, bräunlich, gelblich oder sogar grünlich.

Zudem wirkt schwarzer Samt anders, als schwarzer Satin. Denn die Oberflächenstruktur des Stoffes – also ob matt oder glänzend – bestimmt auch die Farbwirkung.

Daher mein TIPP: Kombinieren Sie nur Schwarztöne mit dem gleichen Farbwert! Und kombinieren Sie Materialien in Schwarz entweder exakt passend – also aus dem gleichen Stoff. Oder spielen Sie mit Gegensätzen.

Sehr raffiniert wirkt eine Ton-in-Ton Kombination – aus ganz unterschiedlichen Materialien. Schwarzer Samt zu schwarzer Spitze, schwarzer Tüll zu schwarzem Nappaleder oder auch schwarze Pailletten zu zarter Seide. Im Business könnten Sie beispielsweise eine schwarze Stoffhose aus glatter Schurwolle, zu einem schwarzen Blazer aus Bouclé oder Samt tragen.

Schwarz

„Was tun, wenn mir Schwarz nicht steht?“

Entweder verbannen Sie es komplett aus dem Kleiderschrank.

Oder Sie versuchen die Härte die das Schwarz mit sich bringt auszugleichen:

Das kann durch ein schönes Make-up erfolgen. Auch eine Brille schafft einen leichten Kontrastausgleich. Tragen Sie weichere Kontraste (siehe unten) oder zeigen Sie etwas mehr Haut. Denn ein goßer Ausschnitt oder ein ärmelloses Oberteil gibt dem Schwarz nicht so viel Raum. Auch leichte Transparenz wirkt weicher.

Wie Sie Schwarz kombinieren können

Hier kommt es vor allem auf das persönliche Kontrastlevel an, welches mit dem individuellen Farbtyp zusammenhängt und Thema meiner Farbberatung ist.

Harte Kontraste erzielen Sie bei Kombinationen von Schwarz und Reinweiß. Sowie von Schwarz mit besonders klaren und knalligen Farben wie Pink, Kobaltblau, Ultra Violett, Quietschgelb.

Weiche / sanfte Kontraste erzielen Sie mit Altrosa, Nude, Hellgrau, Cremeweiß und allen zarten Pastelltönen.

FAZIT:

Schwarze Kleidung ist vielseitig und sehr elegant. Um ungeliebte Pölsterchen wegzuschummeln ist Schwarz nicht immer die beste Wahl. Wichtiger ist es seine optimalen Kleidungssilhouetten zu kennen. So werden Kurven optimal verpackt. Tragen Sie regelmäßig Ihre perfekten Akzentfarben. Und wenn es dann doch Schwarz sein soll, setzen Sie damit ein Statement und es bleibt etwas Besonderes.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start in ein glückliches Jahr 2019.

Herzliche Grüße

Sonja Garrison

 

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Herzliche Grüße

Sonja Garrison

 


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Pullover Pilling
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Kuschelalarm – 5 Tipps gegen PILLING

Der Lieblingspulli voller Pilling. Diese fiesen kleinen Knötchen kennt bestimmt jeder. Bei Wollpullis ahnen wir schon, dass Knötchengefahr lauert. Doch wie sieht das bei anderen Materialien aus?

Wie erkennt man, ob ein Kleidungsstück anfällig für Fusseln und Knötchenbildung ist? Wie wird man Pilling wieder los und kann man vorbeugen?

Damit Ihre Lieblingspulli noch lange aussieht wie neu, verrate ich Ihnen meine 5 ultimativen Tipps gegen Pilling.

Wie entsteht eigentlich Pilling?

Kurz gesagt: Durch Verfilzung!

Beim Tragen und Waschen lösen sich ständig kleine Fasern aus dem Gewebe oder dem Maschenbild. Diese Fasern verfilzen an der Oberfläche durch Reibung. Je mehr abstehende Fasern Sie an der Oberfächer des Kleidungsstücks entdecken, desto eher besteht die Gefahr von Pilling bzw. Knötchenbildung.

Stark beanspruchten Stellen wie unter den Armen, dem Brust- und Schulterbereich, sind besonders betroffen. Auch die Waschmaschine und der Wäschetrockner lösen Fasern und tragen ihren Teil zum Knötchenchaos bei.

Welche Materialien sind besonders anfällig für Pilling?

Synthetische Fasern neigen eher zum Pilling als Naturfasern, da sie eine glatte Oberfläche haben und sich schneller aus dem Gewebe lösen können.

Bei Wollstoffen ist es eine Frage der Qualität. Für hochwertige Pullover werden eher lange und feine Wollfasern verwendet, die besser im Gewebe / Strick verankert bleiben. Werden hingegen kurze Fasern (Reste-Verarbeitung) zur Produktion eingesetzt, lösen sich diese schneller aus dem Textil und es entsteht schnell Pilling. Und ganz nebenbei befusseln sie alles um sich herum. Machen Sie also den „Schütteltest“ – Schütteln sie den Pulli ordentlich aus. Rieselt es Fussel – ist Vorsicht angesagt.

Die kurzen Faserreste sind übrigens ein Grund, warum „Kaschmirpullover“ oft so günstig verkauft werden können. Langfaserige Stoffe sind also hochwertiger, weil weniger anfällig und damit deutlich teurer.

Ein weiterer Nachteil von kurzfaserigen Stoffen: Das Kleidungsstück wird mit der Zeit immer „dünner“ weil es ständig Fasern verliert. Es ist somit besonders anfällig für Löcher und Risse. Und das passiert auch bei Shirts aus Baumwolle. Kennen Sie die kleinen Löcher auf Höhe Ihrer Gürtelschnalle / Höhe der Küchenarbeitsplatte? Das ist eine typische Stelle, die oft beansprucht wird.

Lesen Sie hier meine 5 besten Tipps gegen Pilling:

1. Machen Sie im Geschäft die Sicht- und Zupfprobe:

Halten Sie den Stoff gegen das Licht. Stehen extra viele kleine Fasern ab? Dann zupfen Sie vorsichtig daran. Lösen sich sehr viele kleine Fasern, dann ist die Gefahr für viel Pillingbildung hoch.

Ist die Oberfläche eher glatt, mit nur wenigen abstehenden Fasern oder vielen abstehenden Fasern, die sich kaum lösen lassen – dann ist es ein gutes Zeichen!

Übrigens, so sehr ein Werbeversprechen wie „Anti-Pilling“, „Fusselfrei“, „pillingarm“ locken mag. Unterschätzen Sie den Chemie-Cocktail nicht, der verarbeitet wurde und meist schädlich für Sie und die Umwelt ist. Gleiches gilt – ganz nebenbei – für „bügelfrei“.

2. Fusselrolle gegen Pilling

Neue Kleidungsstücke sollten Sie gleich nach dem Kauf sorgfältig mit einer Fusselrolle bearbeiten. Denn vom Fertigungsprozess in der Fabrik befinden sich noch zahlreiche lose Fasern im und auf dem Gewebe, die durch die klebrige Fusselrolle ganz leicht entfernt werden können.

Es gibt übrigens wiederverwendbare Fusselrollen mit einer gummiartigen, abwaschbaren Ummantelung. Oder die Einmalrolle mit doppelseitigem Klebeband, das man nach der Benutzung einfach abreißen kann. Zur Not tut’s auch ein Paketklebeband.

Ein Geheimtipp für unterwegs sind übrigens Nylonstrümpfe, die Ihr Kleidungsstücke zuverlässig von losen Fusseln befreien.

3. In die Wäsche, fertig, los …

Drehen Sie Ihre Kleidungsstücke für die Wäsche auf „links“ und vermeiden Sie Weichspüler. Dieser bildet einen glättenden Film auf den Fasern, die sich somit leichter aus dem Stoff lösen können.

Ein Schonwaschgang ist ideal, da er die Kleidung in der Maschine sehr sanft bewegt und so weiterem Pilling vorbeugt. Waschen Sie für Pilling anfällige Kleidung nicht zusammen mit rauen Oberflächen wie beispielsweise Jeans. Vermeiden Sie scharfe Kanten wie Knöpfe und Reißverschlüsse. Im Zweifel können Sie das Kleidungsstück für die Wäsche in einen Wäschebeutel stecken, um es vor unnötiger Reibung zu schützen. Oder wählen Sie direkt die schonende Handwäsche.

Waschmittelhersteller preisen seit neustem Waschmittel gegen Pillings an. Fakt: Auch hier kommt ein Chemie-Cocktail zum Einsatz. Daher nutze ich solch ein Waschmittel NICHT!

4. Trocknen

Vermeiden Sie den Wäschetrockner. Im Trockner lösen sich besonders viele Fasern aus dem Stoff heraus, wie das volle Flusensieb des Trockners uns eindrucksvoll zeigt. Also, lieber die Kleidung an der frischen Luft trocknen. Duftet ja ohnehin viel besser!

Wenn es doch mal der Trockner sein muss – bitte nur bei niedriger Hitze und bei kurzer Dauer.

5. Entfernen von Pilling

Haben sich trotz aller Maßnahmen Pillings gebildet?

So wenig wie möglich mit den Fingern abzupfen. Denn dabei lockern sich viele weitere Fasern, sodass auf Dauer noch mehr Knötchen entstehen. Viel besser sind elektrische Fusselrasierer, welche die fiesen Knötchen einfach abrasieren. Vor den rotierenden Klingen befindet ein Schutzblech, damit sie nicht zu tief ins Gewebe schneiden. Bei manchen Geräten lässt sich sogar der Abstand zwischen Messer und  Stoff einstellen. Dennoch sollte man den Rasierer vorsichtig einsetzen, um nicht völlig ausgedünnte Stellen oder Löcher zu riskieren.

Pillings können mit einem Fusselrasierer beseitigt werden

Von Einwegrasierern möchte ich tatsächlich abraten, denn die Gefahr sich den geliebten Pulli zu durchlöchern ist viel zu groß. Dann lieber doch mit den Fingern vorsichtig abzupfen.

Zu guter Letzt gibt es noch den umweltfreundlichen Fusselstein. Er besteht meist aus Lavagestein und erinnert an einen Bimsstein (z.B. von Prym / Werbung unbezahlt). Vor allem lockere Pillings nimmt er gut auf. Bei feinen Materialien sollten Sie ihn erst mal an einer verdeckter Stelle testen. Mit dem Stein nicht über die Oberfläche rubbeln – das wäre kontraproduktiv.

Mit diesen 5 Tipps gegen Pilling können Sie nun perfekt in die Herbst-Wintersaison starten und sind für den Kauf des nächsten Kuschelpullis gewappnet.

Herzlichst

Sonja Garrison

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Allgemeines

Kombinieren leicht gemacht – 10 Tipps vom Profi

Ein Kleiderschrank voller Lieblingsstücke, die sich alle vielseitig kombinieren lassen und sofort für jeden Anlass wunderschöne Outfits ermöglichen. Egal ob fürs Büro, den Spielplatz oder wenn Sie spontan mit Freunden fürs Theater oder im Restaurant verabredet sind.

Das hört sich großartig an! Doch Sie glauben das ist unmöglich!? Es ist möglich – wenn Sie ein paar Tipps beherzigen, bereit sind umzudenken und sich regelmäßig ein paar Minuten Zeit für Ihren Kleiderschrank nehmen.

Wie kann ich DAS kombinieren?“.

Genau das, ist die Frage Nr. 1 meiner Kundinnen und Kunden in der Stilberatung. Aus Angst etwas falsch zu kombinieren, trägt man immer die gleichen Looks und ist mit der Zeit ziemlich gelangweilt. Meistens werden nur 20 – 30 % der Kleidung getragen, weil schlichtweg die Kombinationsmöglichkeit und das dafür nötige Wissen fehlt.

Auch Sie können zum Kombinationsprofi werden

Als Modeexpertin liegt mir das Kombinieren im Blut. Es macht mir Spaß mit neuen Kombinationen zu experimentieren. Nach welchen Kriterien ich kombiniere ist nicht immer erklärbar, da es oft ein Bauchgefühl ist. Gerade die Stilbrüche – das Unerwartete – machen einen Look zu etwas Besonderem. Und natürlich gibt ein paar „Geheimtipps“ und Regeln wie man RICHTIG kombiniert.

Meine wichtigsten Tipps möchte ich heute mit Ihnen teilen. Danach ist ein bisschen Übung gefragt – doch Sie werden sofort bemerken, wie sich Inspiration einstellt.

Meine 10 wichtigsten Tipps zum Kombinieren

1. Kennen Sie Ihren Kleiderschrank

Sie müssen Ihre eigene Garderobe in- und auswendig kennen. Dafür ist es notwendig regelmäßig 2 x pro Jahr einen Garderobencheck durchzuführen. Denn nur wenn Sie wissen was Sie haben, wissen Sie was fehlt und können mit Köpfchen einkaufen. TEST: Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und versuchen Sie alle Kleidungsstücke die Sie besitzen aufzulisten. Ich schaffe das bis auf wenige Ausnahmen. Beim Garderobencheck kann man außerdem neue Looks ausprobieren und diese fotografisch festhalten. Machen Sie ein Selfi vor dem Spiegel oder legen Sie das Outfit samt Accessoires auf den Boden. Entwickeln Sie Ihr eigenes LOOK-BOOK – so gerät nichts in Vergessenheit!

2. Schaffen Sie eine gute Basisgarderobe

Die Mehrheit Ihrer Garderobe sollte aus schlichten, einfarbigen Kleidungsstücken in Basisfarben bestehen. Beispielsweise eine dunkelblaue Hose, eine weiße Bluse, eine perfekt sitzende Bluejeans, ein schlichtes Kleid in Dunkelblau oder Schwarz. Diese Kleidungsstücke geben durch ihre Schlichtheit keine starre Stilrichtung vor! Und das ist wichtig um sie vielseitig zu kombinieren. Mit geschickt ausgewählten Accessoires und weiteren Kleidungsstücken, lassen sich damit Outfits für unterschiedliche Anlässe kreieren.

Allgemeingültige Must-Haves gibt es übrigens NICHT! Es ist von Person zu Person und je nach Stiltyp individuell verschieden. Nicht zu jedem passt ein klassischer Blazer oder ein Etuikleid. Suchen Sie nach passenden Alternativen. Das könnte beispielsweise ein lässiger Jerseyblazer und ein schwingendes A-Linien Kleid sein. Es geht immer um IHRE persönlichen Must-Haves im Schrank!

Welche Kleidungsstücke bilden für Sie eine tolle Basis? In welcher Kleidung fühlen Sie sich immer wohl? Welche Anlässe haben Sie? Die Antworten bieten Ihnen wichtige Hinweise auf Ihre Basics.

Nachfolgend habe ich Outfits erstellt, deren Basis eine weiße Bluse bildet. Durch andere Accessoires,  Jacken und Schuhe, entstehen 3 Looks für ganz unterschiedliche Anlässe.


3. Ihr Farbkonzept fürs Kombinieren

Ihre Garderobe sollte aus 4 – 6 Basisfarben und ausgewählten Akzentfarben (Farbtupfer) bestehen. Ihre Akzentfarben sind idealerweise – Ihre WOW-Farben. Also Farben die Ihnen perfekt zu Gesicht stehen. Und Basisfarben bilden die BASIS für Ihre Garderobe. Es sind unbunte Farben wie Weiß, Schwarz und Grau, sowie neutrale Farben wie Dunkelblau und Beige. Diese Farben lassen sich untereinander und zu all Ihren Akzentfarben flexibel kombinieren.

Nachfolgend ein Beispiel-Farbkonzept einer Kundin: Es beteht aus den Basisfarben „Marineblau, Grau,Weiß und Taupe“. Die beiden Farbfamilien „Pink/Rose“ und „Petrol/Mint“ in seinen Abstufungen, bilden die Farbakzente.

Farbkonzept einer Kundin

Farbkonzept einer Kundin

Los geht’s mit dem Kombinieren von Farben:

Auf Nummer sicher gehen Sie mit der Kombination von 1-2 Basisfarben + einer Akzentfarbe. Wiederholen Sie die Basis- und Akzentfarben innerhalb des Outfits, in den Accessoires und den Schuhen.

2 Basisfarben und eine Akzentfarbe

2 Basisfarben und eine Akzentfarbe


Eine weitere Möglichkeit ist es,  Farben einer Farbfamilie (monochrom/einfarbig) zu kombinieren. Beispielsweise verschiedene Blautöne in unterschiedlichen Helligkeiten – was wunderbare Effekte ergibt.

Monochrome Farben der Farbfamilie „Blau“


Die Mutigen können Komplementärfarben kombinieren z. B. Violett + Gelb. Blau + Orange + Gelb.

Komplementärkontrast von Blau und Gelb

Komplementärkontrast von Blau und Gelb

In der „Königsdisziplin“ sind die wildesten Kombinationen möglich. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, merken Sie sich folgende Faustregel: Kombinationen von bis zu 3 Farben im Outfit wirken kompetent und seriös. Möchten Sie hingegen mehr Farben kombinieren, sollten sich die Farben in Mustern und / oder den Accessoires wiederholen.

4. Kennen Sie Ihren Figurtyp und die optimalen Schnittführungen

Um eine vielseitig kombinierbare Garderobe aufzubauen, sollte die Schnittführung bzw. Form Ihrer Kleidung optimal zu Ihnen passen. Ihre individuelle Figur spielt hier die Hauptrolle. Der Kleidungsschnitt sollte Ihre Stärken betonen. Haben Sie eine schöne schmale Taille? Dann tragen Sie taillierte Kleider und Blazer und beispielsweise Röcke auf Taillenhöhe. Kleidungsstücke die kurz und kastig sind und Ihre Taille verstecken, mögen zwar modisch sein – richtig wohlfühlen werden Sie sich darin nie. Also wird es eher ein Schrankhüter als ein Kombinationstalent in Ihrem Kleiderschrank.

Die Silhouette ist also individuell und vom Figurtyp abhängig. Es gibt dennoch eine REGEL die Sie beachten können: Weit zu Schmal – Schmal zu Weit. Heißt: Tragen Sie eine weite Hose, dann sollte das Oberteil schmal geschnitten sein und umgekehrt. Das schafft einen schönen Ausgleich und gibt dem Outfit eine gute Form.


5. Muster bringen Abwechslung

Die Anzahl gemusterter Kleidungsstücke in Ihrer Garderobe sollte nicht zu groß sein. Denn gemusterte Kleidungsstücke können Sie untereinander weniger vielseitig kombinieren als einfarbige Kleidung. Dennoch bringen Muster Abwechslung und können eine Farbbrücke (farbliche Verbindung) zum Rest des Outfits schaffen. Wichtig dabei ist, dass die Farben im Muster zu Ihrem Farbkonzept des Kleiderschranks passen (siehe Punkt 3).

Wie Sie mehrere Muster kombinieren? Die einfachste Variante ist es, die unterschiedlichen Muster in der gleichen Farbwelt zu kombinieren. Beim Bild unten, habe ich bewusst einen gewagten Look ausgewählt. Da alle Muster aus der gleiche Farbwelt sind (Violett, Blau) und wir bei allen Mustern Karos bzw. Linien vorfinden, wirkt es dennoch harmonisch – wenn auch mutig.


Achtung MUSTERGRÖSSE! Diese sollte zu Ihren Proportionen passen und Sie nicht dominieren (z.B. zarte Frau + riesiges hartes Karo). Und wichtiger als das Muster selbst, sind die Farben des Musters und das Image. Denn jedes Muster hat eine Stilaussage.



6. Materialien schaffen Spannung

Hier ist die Oberflächenstruktur und die Festigkeit entscheidend. Seide hat beispielsweise eine glatte Oberflächenstruktur und einen fließenden Fall. Jeansstoff hat eine grobe Oberflächenstruktur bei steifem Fall. Wenn Sie mehrere Materialien kombinieren, können Sie folgende Regel beachten: Das Kleidungsstück mit der gröbsten Oberflächenstruktur gehört dabei in die äußerste bzw. oberste Schicht. Ebenso verhält es sich bei der Steifheit und Dicke des Materials – die innerste Schicht ist am feinsten und nach außen hin immer grober und fester.

7. Accessoires und Co.

Nicht die Masse macht es, sondern dass Sie das RICHTIGE auswählen. Bei Schuhen und Taschen gilt das Prinzip von Basis- und Akzentfarben. Die Basis bilden Klassiker in beispielsweise Schwarz, Grau und Braun. Dann darf auch ein Farbakzent einziehen. 2 – 4 Handtaschen und 4 – 6 Paar Schuhe pro Saison reichen. So könnte Ihre Garderobe folgende Taschen umfassen: 1 helle Tasche für helle/sommerliche Looks, 1 dunkle Tasche für herbstlich/winterliche Looks und 1 kleinere Tasche für den Abend – das ist die Basisausstattung!

Gemusterte Schals peppen einfarbige Kleidungsstücke auf. Ketten, Armschmuck und Ohrringe können Ihr Outfit je nach Material und Form, mal elegant und mal sportlicher wirken lassen.

Achtung: Accessoires sind WICHTIG! Behängen Sie sich aber bitte nicht wie ein Weihnachtsbaum. Mehr als 3 auffällige Schmucktücke sind im im formellen Business zuviel. Und auch unabhängig des Jobs sollte man bedenken, dass auch ein auffällig verzierter Gürtel und eine Brille, als Accessoire gelten.

8. Schaffen Sie Stilbrüche

Gegensätze ziehen sich an. Bringen Sie also bewusst Spannung in Ihre Outfits. Ist Ihnen Ihr Sommerkleid zu brav? Dann würde eine Strickjacke und Ballerinas mit Schleife, diese Anmutung noch verstärken. Bringen Sie stattdessen Gegensätze ins Spiel. Das kann eine Jeansjacke oder Lederjacke sein, Sneaker oder spitze Ballerinas in Knallfarbe. Sie wählen also bewusst Kleidungsstücke und Accessoires, die nicht die Attribute „mädchenhaft / verspielt“ vermitteln.

Unterschätzen Sie nicht die Möglichkeiten von Make-up und Frisur. Ein knallroter Lippenstift, ein Lidstrich und die Art wie Sie Ihre Haare frisieren, können den Look verändern. Auch ein schöner Nagellack kann Akzente setzen. Probieren Sie es mal aus – Sie werden überrascht sein!

9. Lassen Sie sich inspirieren

Auch ein Guido Maria Kretschmer oder ein Karl Lagerfeld wird nicht jeden morgen mit einem Kopf voller neuer Ideen aufwachen. Lassen Sie sich inspirieren und nutzen Sie Kreativitätstechniken: Holen Sie sich Ideen durch gute Modekataloge, Online Shops, Instagram und Pinterest. Vorallem Pinterest können Sie gezielt nutzen um Ideen zu sammeln. Legen Sie dort Pinnwände nach Anlässen an und nutzen Sie die Suchfunktion. So können Sie gezielt nach Outfits recherchieren. Ähnlich wie bei einer Suchmaschine können Sie Begriffe eingeben: Rock – Bordeaux – kombinieren. Und schwuppst bekommen Sie unzählige Bilder angzeigt, die Ihnen Ideen geben wie Sie einen bordeauxfarbenen Rock kombinieren könnten. Wichtig: Machen Sie die gesehenen Looks zu IHREM LOOK und wandeln Sie die Outfits gegebenenfalls so ab, dass sie zu Ihnen passen!

10. Raus aus der Komfortzone

Sie denken jetzt „Das macht ja Arbeit!“ … Ja, erst einmal schon. Langfristig macht es Ihnen den Alltag leichter. Wenn Sie sich über Ihren überfüllten Kleiderschrank und mangelnde Kombinationsmöglichkeiten ärgern, dann müssen Sie etwas ändern.

Verlassen Sie also Ihre Komfortzone – es lohnt sich! Versprochen!

Es sind die kleinen Schritte die Sie dabei gehen können. Es muss nicht immer alles sofort umgesetzt werden. Integrieren Sie meine Tipps nach und nach in Ihren Alltag. Und wenn Sie sich Unterstützung wünschen, dann bin ich gerne für Sie da. Interesse?

Herzlichst

Ihre Sonja Garrison


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Farb- und Stilberatung - brauche ich das wirklich?
Allgemeines

„Farb- und Stilberatung – brauche ich das überhaupt?“

Dieser Beitrag ist ein Herzensbeitrag, da er sich einer der Fragen widmet, die sich viele meiner Kundinnen und Kunden vor der Beratung stellen oder die sie von anderen Menschen hören. Ich möchte mit diesem Artikel ganz typische Fragen zur Farb- und Stilberatung klären und mit Vorurteilen aufräumen.

Egal ob eine Farbberatung, Beratung zu Schnittführung und Stil, Einkaufsbegleitung, eine Imageberatung oder auch einen Garderobencheck. Ich fasse mal alles unter dem Begriff der Stilberatung zusammen. Die Gründe für eine Beratung sind ganz unterschiedlich.

Die Frage ist: Was bringt mir eine professionelle Stilberatung?

Welcher Mehrwert bietet sich in Hinblick auf den Preis?

Seit 13 Jahren berate ich meine Kunden mit ganz viel Herzblut und kann jeden Tag beobachten wie viel eine Beratung bewegt!

Eine Stilberatung wirkt – sie bewegt, sie wirkt nach, wirkt nach innen und nach außen. Ihre Ausstrahlung steigt!

Mode soll Spaß machen und eine professionelle Beratung kann so manchen Knoten platzen lassen.

Doch es schwirren in vielen Köpfen einige Fragen und Vorurteile:

  • „Farb- und Stilberatung – braucht man das überhaupt?“
  • „Das habe ich/er/sie doch garnicht nötig!“
  • „Farbberatung – ist das esoterisch? Wedeln Sie mit Tüchern?“
  • „Ich trage einfach was mir gefällt!“
  • „Dafür gibt man doch kein Geld aus!“

Neulich auf einer entspannten privaten Grillparty fragte mich ein Mann, nachdem mein Beruf publik wurde:

„Ach interessant – und was sagst Du jetzt zu meinem Look?“ Tja, was sagt man da, wenn mir jemand auf einer legeren Grillparty in Jeans und T-Shirt gegenüber steht. Ist das jetzt der Standard-Look, wie sieht er sonst aus, wie lebt er, was mag er?!

Übrigens auch oft gehört: „Ha ha, und was sagst Du zum Look vom (Harald)!“

Als Privatperson auf einer Veranstaltung bewerte ich weder Harald, Anne oder Rüdiger. Denn eine Beratung ist mehr als die reine Bewertung eines Looks. Mit Charme und Diplomatie verknüpft, komme ich aus solchen Situationen immer gut raus.

Mit diesem Artikel möchte ich mit Augenzwinkern Klartext reden – um mit Vorurteilen aufzuräumen!

„Stilberatung – brauche ich das überhaupt?“

So wie wir alle uns als Mensch verändern, durch Lebensumstände, berufliche Veränderungen, Mutterrolle bis hin zum Alter, so verändert sich auch die Kleidung die wir tragen und in der wir uns wohlfühlen. Aus diesen Situationen heraus ensteht meist der Wunsch nach einer professionellen Beratung. Dazu kommt, dass die Mode immer schnelllebiger wird. Der Kleiderschrank wird immer voller – doch die Frage bleibt: Steht mir das – bin ich das wirklich, welche Möglichkeiten habe ich noch?

Ist eine Beratung etwas für mich?

JA,

  • wenn Sie neugierig sind und sich Inspiration wünschen, da Ihr eigener Look Sie langweilt.
  • wenn Sie sich ein Feedback vom Profi zu Ihrer Wirkung und dem Auftreten wünschen um beruflich weiter zu kommen.
  • wenn Sie kein Gefühl für Farben und Formen haben, es Sie auch nicht interessiert, Sie jedoch beruflich darauf angewiesen sind.
  • wenn Sie sich beim Einkaufen überfordert fühlen.
  • wenn Sie den Überblick im Schrank verloren haben.
  • wenn Sie nur Ihre Schwächen (Problemzonen) wahrnehmen und sich damit (modisch) im Weg stehen.
  • wenn Sie sich in einem Umbruch im Leben befinden und sich (modisch) „verloren“ haben.

NEIN,

  • wenn Sie alles besser wissen und nicht bereit sind, sich auf Neues einzulassen.
  • wenn Sie nicht bereit sind Ihre Komfortzone zu verlassen und keinerlei Eigeninitiative leisten möchten.

Das war Klartext! (schmunzel)

„Das habe ich/er/sie nicht nötig!“

Das kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Und was heißt „nötig“? Wir alle entwickeln uns weiter und sind manchmal befangen und zu sehr im (modischen) Hamsterrad. Ein neutraler Profi-Blick von Außen tut einfach gut.  Falls man sich durch die Beratung in allen Punkten bestätigt sieht, dann versteht man plötzlich die Zusammenhänge viel besser und kann diese Sicherheit nutzen. Für den stilsicheren Feinschliff!

„Farbberatung – ist das esoterisch? Wedeln Sie mit Tüchern?“

  • Nein, es ist nicht esoterisch. Es ist Physik. Eine Farbe die wir als Kleidungsstück tragen reflektiert ins Gesicht. Ebenso eine Wandfarbe, die Farbe eines Vorhangs. Ist Ihr Vorhang Grün? In diesem Falle hoffe ich, dass Ihnen Grün steht.
  • Ja, ich wedle bei der Farbberatung mit Tüchern. Jedoch gezielt und es ist faszinierend die Wirkung der Farben zu beobachten. Das hat noch jeden Skeptiker der Farbberatung überzeugt. FAKT!

„Ich trage einfach was mir gefällt!“

Das finde ich prima! Meine Kunden und ich machen dies genauso. Manchmal lassen wir alle Fünfe gerade sein. Doch wenn’s drauf an kommt – dann nutzen wir all unser Wissen und die Möglichkeiten aus. Und dann folgt der WOW-Effekt!

„Dafür gibt man doch kein Geld aus!“

Wie viele Fehlkäufe haben Sie im Schrank? Rechnen Sie diese bitte zusammen. Mit dem Wissen was Ihnen WIRKLICH steht, lassen sich Fehlkäufe zukünftig vermeiden. Der Marken-Trench für knapp 800,00 Euro der ungetragen im Schrank hängt, weil er dann doch nicht soooo toll ist. Die Schnäppchenjeans, die nach 1 x tragen ausgeleiert ist: 30,00 Euro. Der orangefarbene Pulli, der Sie blass erscheinen lässt und außerdem kratzt er: 80,00 Euro. Eine professionelle Beratung setzt genau da an, wo Sie Unterstützung brauchen und schafft Abhilfe. Der Beratungspreis relativiert sich.

Die Expertise von Profis zu nutzen, spart Zeit, Geld und macht glücklich.

Mal ehrlich – regelmäßige Gänge zur Nagelpflege, Kosmetikerin, zum Friseur, ein Steuerberater, ein Maler – all dies ist auch kein „Schnapp“. Es nutzen jedoch die Meisten, weil ein Experte mit Profiblick unterstützt, weil es Zeit spart und ein Wohlgefühl gibt.

Eine Stilberatung gibt Sicherheit – führt zu mehr Freude und Mut beim Kombinieren und Einkaufen, gibt Selbstbewusstsein UND sie macht auch ein bisschen glücklich!

„Liebe Frau Garrison! Sie haben bei mir mit der Farb- und Stilberatung eine Lawine losgetreten, die schon für einige Veränderungen gesorgt hat. Sie haben mich wirklich beflügelt! Sonst hätte ich kaum den Mut gefunden mein derzeitiges Projekt umzusetzen!“

Eine Stilberatung wirkt!

Auch ich nutze die Expertise von Profis bei Themen die mir schwerfallen. Seit kurzem unterstützt mich eine Expertin in meiner Markenbildung. Das ist eine Investition, die noch mehr Kunden zu mir führen soll, die zu meinen „Herzenskunden“ werden. Das sind Kunden zu denen meine „Arbeitsweise“ passt und die ich dadurch optimal unterstützen kann. Langfristig macht mich das noch glücklicher, spart mir Zeit, die ich Ihnen / meinen Kunden widmen kann.

Fazit: Experten sind für uns da, in dem sie uns bei dem unterstützen, das wir nicht können. Oder einfach bei den Dingen, die wir absolut nicht gerne tun.

Ich freue mich, wenn ich Sie unterstützen kann.

Herzlichst

Sonja Garrison

 


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