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Capsule Wardrobe – In 7 Schritten zum minimalistischen Kleiderschrank

Die „Capsule Wardrobe“ ist in aller Munde. Doch was hat es damit auf sich?

Es ist eine sehr reduzierte Garderobe mit bewusst ausgewählten Kleidungsstücken, die sich alle vielfältig kombinieren lassen. So minimalistisch, dass die Garderobe pro Saison aus nur 30 – 35 Kleidungsstücken inkl. Schuhen besteht. Eine Saison sind 3 Monate (Frühjahr – Sommer – Herbst – Winter).

Diese minimalistische Garderobe ist ein wunderbarer Gegentrend zur „fast fashion“, in der kurzlebige Trends in Massen produziert werden. Je billiger, desto besser und leider oft ohne Rücksicht auf ökologische oder ethische Verantwortung.

„Buy less. Choose well. Make it last.“ 

Die Modedesignerin Vivienne Westwood, hat es sehr treffend formuliert: Kaufe wenig, wähle sorgfältig aus um lange Freude daran zu haben.

Hier meine 7 Schritte für Ihre „Kapselgarderobe“:

1. Bestandsaufnahme

Nur wenn Sie genau wissen welche Kleidung Sie besitzen, wissen Sie was fehlt und bekommen Ideen wie Sie Ihre Kleidung kombinieren können. Dafür bitte mal ALLES aus dem Schrank räumen.

2. Sortieren

Was sind Lieblingssachen, welche Farben & Schnitte mögen Sie besonders gern? Diese Kleidungsstücke dürfen definitiv bleiben.

Pro Saison dürfen Sie behalten:

  • Ca. 15 Oberteile (Blusen, Pullis, Strickjacken, Blazer)
  • 9 Unterteile (Hosen und Röcke)
  • 2-3 Jacken
  • 2-3 Kleider
  • 5-9 Paar Schuhe

Alles andere kommt erst einmal weg: In Kisten verstaut und weg aus Ihrem Sichtfeld.

3. Farbkonzept

Die Garderobe sollte hauptsächlich aus Basisfarben (z.B. Schwarz, Grau, Weiß, Marineblau, Beige) und 1-2 persönlichen Akzentfarben bestehen (z.B. Bordeaux, Türkis). So kann die Kleidung vielseitig kombiniert werden. Ihre Akzentfarben können Sie auch in den Accessoires aufgreifen (Gürtel, Schals).

4. Unifarben vs. Muster

Einfarbige und schlichte Kleidung ist vielseitiger kombinierbar als gemusterte und detailreiche Kleidung. Daher gilt: Ca. 80 % der Kleidung sind Basics – einfarbig und schlicht. 20 % setzen Statements durch Muster, Stickereien etc. TIPP: Die Farben im Muster sollten Ihren Basis- und Akzentfarben entsprechen!

5. Mindestens 3 Outfits pro Kleidungsstück.

Jedes Ihrer Kleidungsstücke sollten Sie zu mindestens 3 unterschiedlichen Looks kombinieren können. Daher überlegen Sie schon im Geschäft, wie sich das neue Kleidungsstück kombinieren lässt. Hosen und Röcke wählen Sie so aus, dass sie in Form und Länge sowohl zu flachen als auch zu Absatzschuhen gut aussehen. ACHTUNG: Zuhause überprüfen, denn das Shoppen hört nicht an der Ladenkasse auf.

6. Eigenen Stil entwickeln

Sie sollten wissen was Ihnen WIRKLICH steht – Farben, Formen, Stilrichtung. Wenn Sie jeden Trend mitmachen, wird es kaum möglich sein den eigenen Stil zu entwickeln oder eine reduzierte Garderobe aufzubauen. Daher sollten Sie nicht jeden Trend mitmachen.

7. Im Alltag überprüfen und notieren was fehlt.

Der Alltag zeigt welche Kleidungsstücke Sie tatsächlich oft und gerne tragen. Außerdem werden Sie feststellen, dass das ein oder andere Kleidungsstück, ein Schuhpaar oder ein Accessoire noch fehlt. Machen Sie sich direkt Notizen und erweitern Sie Ihre Garderobe beim nächsten Einkauf um diese wirklich sinnvollen Stücke. Kleidungsstücke die sich als Schrankhütern entpuppt haben, sollten Sie nach der Saison aussortieren.

Für RTL wurde ich im Rahmen eines Capsule Wardrobe Experiments um ein paar Statements gebeten. Hier können Sie den Beitrag ansehen. Meine kurzen Statements beginnen ab Minute 2:30.

FAZIT zur Capsule Wardrobe:

Ob es nun 33, 37 oder 45 Teile sind – letztendlich geht es darum das Bewusstsein dafür zu wecken, dass man nicht viele Kleidungsstücke braucht. Weg von Kleidung im Überfluss,  Shoppingwahn und Frust vorm Kleiderschrank. Hin zum bewussten Kauf von Kleidung, gegen „fast fashion“ und für mehr Freiheit und Spaß am Kombinieren.

Herzlichst

Sonja Garrison


Weitere nützliche Tipps habe ich in folgenden Blogbeiträgen verfasst: 10 Tipps für den perfekten Garderobencheck und Kombinieren leicht gemacht.

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Allgemeines, Für Frauen, Für Männer

10 Tipps für den perfekten Garderobencheck – gegen Panikattacken vor dem Kleiderschrank

Mal ehrlich – wann haben Sie zuletzt einen Garderobencheck gemacht? Meine Erfahrung zeigt, dass die Lösung auf viele Fragen rund ums Kombinieren, Einkaufen und den eigenen Stil, bereits im Kleiderschrank beginnt. In diesem Blogbeitrag führe ich Sie in 10 Schritten an Ihre perfekt geordnete Garderobe heran.

2 x pro Jahr – immer zum Saisonwechsel sollten Sie IHREN Garderobencheck durchführen. In jeder Saison teile ich daher einen Artikel zum Thema. Als Reminder für meine Stammkunden und um Neulingen den Schrecken vor dem Garderobencheck zu nehmen. Ein solcher Check wirkt BEFREIEND und verändert die Perspektive – im wahrsten Sinne! Endlich wieder Überblick im Schrank bedeutet: Neue Outfits zu kreieren wird leichter und Panikattacken vor dem Schrank haben ein Ende!

Genug Gründe sofort loszulegen? Dann lesen Sie gleich weiter unten meine 10 Tipps.

Ihr Kleiderschrank – Ihre persönliche „Boutique“

Warum macht es im Geschäft so große Freude zu stöbern? Weil dort Ordnung herrscht und die Kleidung schön und luftig präsentiert ist. (Meistens zumindest) Und wie sieht’s in Ihrem Kleiderschrank aus? Zaubern Sie sich daher in Ihrem Zuhause ein Ambiente, in dem es Spaß macht neue Outfits zu kombinieren. Schaffen Sie sich Ihre eigene kleine Boutique!

Dafür brauchen Sie ÜBERBLICK. Nur wenn Sie wissen was Sie haben und welche Ergänzungen fehlen, können Sie eine vielseitig kombinierbare Garderobe aufbauen.

Studien besagen, dass 80 % der Kleidung die wir besitzen so gut wie nie getragen wird. Nur 20 % tragen wir regelmäßig. Das kann ich bestätigen. „Ach, das habe ich ja auch noch.“ Einen Satz den ich ständig höre, wenn ich meine Kunden beim Garderobencheck unterstütze. Da findet sich in den hintersten Ecken eingestaubte Kleidung. Nah, ertappt?

Langfristige vs. kurzfristige Fehlkäufe

Jedes ungetragene Kleidungsstück ist GELD, das Sie andere Dinge hätten ausgeben können.

Sehr häufig stoße ich bei meinen Kunden auf Kleidungsstücke, an denen sich noch das Etikett befindet.  „Mmh, so richtig wohl gefühlt habe ich mich darin nie.“, „Es war im Angebot.“, „Das gab es nicht mehr in meiner Größe.“ – Dann kaufen Sie es nicht! Oder geben es kurz nach dem Kauf zurück. TIPP: Innerhalb der ersten 3-4 Tage nach jedem Kauf überprüfen Sie das neue Kleidungsstück. Ziehen Sie es an, erstellen Sie verschiedene Looks und entscheiden Sie ob es bleiben darf. Das gilt auch fürs Online-Shopping. Einen Fehlkauf den Sie rechtzeitig erkennen und zurückgeben, wird KEIN Schrankhüter. Ihr Bankkonto wird es Ihnen danken.

3 Meter Kleiderschrank voll – und NICHTS anzuziehen?

Bleiben Fehlkäufe und unliebsame Kleidungsstücke ungetragen im Schrank, nagt das am Gewissen – ganz unbewusst! Wir fühlen uns schlecht weil der Schrank vollgestopft ist und sind frustriert weil der Überblick fehlt. Wenn der Schrank vollgestopft ist und das Gefühl bleibt, dass man NICHTS zum Anziehen hat, ist das ganz schön frustrierend.

Geben Sie weg, was Sie nicht glücklich macht. Befreien Sie sich von „Altlasten“ die unnötig Platz rauben. Man braucht nicht viel Kleidung, wenn das was man hat vielseitig kombinierbar ist. Ist der Schrank hingegen vollgestopft mit wunderschönen Einzelteilen, versperrt uns das die Sicht auf die wesentlichen Dinge.

Es ist also radikales Umdenken gefordert.

Garderobencheck

Los geht’s … Meine 10 Tipps für einen erfolgreichen Garderobencheck:

1. Ausräumen: Räumen Sie alle Sachen raus aus dem Schrank. JA, ich meine wirklich – ALLES! Legen Sie die Kleidung auf den Boden oder das Bett. Vergessen Sie nicht die Kleidung die Sie im Keller, im Gästezimmer oder unter dem Bett verstraut haben. Planen Sie also genug Zeit ein. Schreckt Sie das ab? Dann ordnen Sie nacheinander –  Schrankelement für Schrankelement.

2. Reinigen: Wischen Sie Schubladen und Schrankböden aus. Das duftet herrlich und so haben Motten keine Chance!

3. Sortieren & Ausmisten: Sortieren Sie Ihre Kleidung in 3 Stapel: LIEBLINGSSTÜCKE, WENIG GETRAGENES (z.B. kaum Kombinationsmöglichkeit, muss repariert werden) und WEG DAMIT (weil verwaschen, passt nicht mehr, Fehlkauf, etc.)

Bringen Sie wenn notwendig Kleidung zur Reinigung, nähen Sie fehlende Knöpfe an, bereiten Sie kaputte Kleidung auf.

4. Eine „365 Tage“ Garderobe: Sie möchten das edle Seidentop für den Herbst/Winter in eine Kiste packen? STOP! Das edle Top können Sie im Winter unter einem Kuschelpulli herausblitzen lassen, das zarte Viskosekleid mit blickdichter Strumpfhose, Stiefeln und einem Strickmantel tragen, usw. Versuchen Sie so viel Kleidung wie möglich, das ganze Jahr über zu tragen.

5. Looks kreieren: Jetzt wird’s spannend. Wieviele neue Outfits können Sie mit den vorhandenen Kleidungsstücken erstellen? Experimentieren Sie, seien Sie kreativ. Holen Sie sich Inspirationen (gute Inspirationsquellen: Conley’s, Impressionen, Pinterest, Instagram). Machen Sie am Besten Fotos von den neuen Outfits, damit Sie später im Alltagstrubel keine vergessen.

6. Bedarfsanalyse: Wenn Sie neue Looks erstellen fällt Ihnen sicher auf, dass bestimmte Sachen fehlen. Notieren Sie welche neuen Kleidungsstücke und Accessoires notwendig sind, um Ihre Garderobe sinnvoll zu ergänzen und aufzupeppen.

7. Einräumen mit System: Sortieren Sie die Kleidung nach ART in den Schrank ein: Hosen, Blusen, Shirts, Kleider, etc. Und innerhalb der Art nach Farben und Stoffqualität (sportlich / fein / elegant).

8. Ordnung schaffen: Hängen Sie Kleidung aus zarten und knitteranfälligen Stoffen auf. Nutzen Sie durchgehend gleiche Bügel. Dies wirkt herrlich aufgeräumt. Drahtbügel aus der Reinigung sind ein NO GO, denn Schulterpartien von Kleidern und Jacken beulen aus. Besser sind Holzbügel mit geformter Schulter.

T-Shirts, Longsleeves, Tops und Pullis können Sie gefaltet unterbringen. In Regalböden gestapelt oder was in Schubladen untergebracht wird, können sie „stehend“ unterbringen. So haben Sie einen perfekten Überblick. Ich persönlich liebe diese Methode. Marie Kondo, eine japanische Aufräumspezialistin, hat dies perfektioniert. (hier zwei Links: Video1 und Video2 mit Marie Kondo)

9. Second Hand: Gut erhaltene Kleidung die aussortiert wurde, können Sie in Second-Hand-Läden geben, bei Ebay verkaufen oder spenden.

10. Genießen: Erfreuen Sie sich an Ihrem geordneten Kleiderschrank und behalten Sie diese Ordnung über die Saison hinweg bei.

Sie haben es geschafft und können stolz auf sich sein!!

Möchten Sie Unterstützung beim Garderobencheck? Ich freue mich Sie zu unterstützen. Kontakt

Übrigens, wenn Sie unsicher sind welche Farben und Schnittführungen die richtigen für Sie sind, kann das auch zu Fehlkäufen führen. Eine Beratung zu diesen Themen wird Ihnen die nötige Sicherheit geben.

Herzliche Grüße

Sonja Garrison

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Kleidergröße, Maßband
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Welche Kleidergröße habe ich? – 5 Tipps zur richtigen Größe und Passform

Neulich beim Personal Shopping. Nach 3 Stunden liegt das Ergebnis des Einkaufs vor uns: Meine Kundin hat eigentlich Kleidergröße 38, doch von Gr. 34 – 42 ist bei den ausgewählten Kleidungsstücken alles dabei. Als Profi kenne ich die unterschiedlichen Passformen und Größen der Modeunternehmen ganz genau. Doch woran soll sich ein Laie bloß orientieren?

Dabei könnte es so einfach sein: Standards – eine Gr. 40 ist eine Gr. 40 – egal bei welchem Label man ein Kleidungsstück anprobiert. Markenübergreifend gleiche Größen. Das wäre ein Traum. Doch geht das überhaupt?

Damit Sie im Größenwirrwar den Überblick zurückgewinnen, habe ich meine 5 besten Tipps zusammengestellt. Zuerst jedoch ein paar wissenswerte FAKTEN.

Mogelpackung für ein besseres Gefühl

Es gibt einen Standard – jedoch ist dieser nicht verpflichtend: Die Europäische Norm (EN 13402). Dort sind die durchschnittlichen Körpermaße von Frauen, Männern und Kindern in Tabellen festgehalten. Genormte Kleidergrößen lassen sich auf Basis dieser Werte erstellen. Theoretisch!

Doch viele Labels halten sich nicht daran. Es werden „Charming Sizes“ entwickelt, um vor allem uns Frauen ein gutes Gefühl zu geben, wenn die kleinere Größe passt. Ich hatte schon Kundinnen, die aus Prinzip keine Gr. 44 anprobieren wollten. Oder Frauen die mir stolz ihr neues Kleid präsentierten – mit den Worten: „Es hat sogar eine Gr. 34“. Fühlen Sie sich ertappt? Dabei sind das doch NUR Zahlen.

Für diesen psychologischen Effekt wird von der Modeindustrie ratz fatz aus einer Gr. 42 eine Gr. 40. Das Kleidungsstück wird entweder bewusst größer konstruiert – oder einfach kleiner ausgezeichnet.

Die Zielgruppe von Modeunternehmen bestimmt die Passform

Jedes Label hat seine eigene Zielgruppe, auf die das Design und die Passform einer Kollektion abgestimmt werden. Der Körperbau der Zielgruppen kann stark variieren.  Das Alter spielt dabei auch eine Rolle: Mode für junge Menschen fällt oft kleiner aus, als Mode für deutlich ältere Kunden.

Ein weiterer Aspekt sind nationale körperliche Unterschiede. Däninnen sind im Durchschnitt größer als Italienerinnen und Französinnen. Auch unterschiedliche Maße von Taille, Hüfte und Co. müssen berücksichtigt werden. Das macht Sinn oder?

Viele Länder und Modeunternehmen greifen daher auf eigene Messdaten zurück. In Deutschland führen die Hohenstein Institute regelmäßige Reihenmessungen durch. Die Körpermaße von mehr als 10.000 Männern, Frauen und Kindern werden mit Hilfe eines 3D-Scanners erfasst. Nur wenige Sekunden braucht der Scanner um mehr als 2 Mio. Messpunkte zu erfassen, die danach am Computer ausgewertet werden. Diese Daten werden in Maßtabellen zusammengefasst und Modeunternehmen können für die Schnittkonstruktion darauf zurückgreifen.

Und wie wird die Kleidergröße nun berechnet?

Dafür müssen Sie Ihren Brustumfang kennen. Denn dieser bildet die Basis für die europäische Konfektionsgröße.

Damengrößen: Der Brustumfang wird halbiert und vom Ergebnis 6 cm abgezogen. Ein Brustumfang von 96 cm entspricht somit der Gr. 42. Dies dient als Orientierung. Die durchschnittliche Körpergröße von Frauen in Europa liegt übrigens bei 164 bis 170 cm. Neben den gängigen Größen von 32 – 48, werden „Große Größen“, „Kurz- und Langgrößen“ angeboten.

Herrengrößen: Hier wird der Brustumfang einfach halbiert. Ein Brustumfang von beispielsweise 100 cm entspricht also Gr. 50. Europäische Männer haben eine durchschnittliche Körpergröße von 170 – 194 cm. Für sehr große, schlanke Männer gibt es Sondergrößen, sowie für „Untersetzte“ (kleine) Männer und mit Bauch.

Die 5 wichtigsten Tipps – für mehr Überblick im Größenwirrwarr:

1. Kennen Sie Ihre Körpermaße!

Nur wenn Sie Ihre Maße wissen, können Sie Ihre RICHTIGE Größe ermitteln. Ob beim Online-Shopping, im Geschäft oder auf Reisen.

Jedes Modeunternehmen veröffentlicht eigene Maßtabellen (bzw. Größentabellen). Ihre eigenen Körpermaße können Sie mit den Maßtabellen der Hersteller vergleichen.

Nehmen Sie sich ein flexibles Maßband und vermessen Sie sich in Unterwäsche:

  • Brustumfang (Frauen messen ohne BH)
  • Unterbrustumfang
  • Taillenumfang, schmalste Stelle
  • Bauchumfang, stärkste Stelle
  • Hüftumfang, stärkste Stelle um den Po herum
  • Innere Beinlänge (Schritt bis Knöchel)
  • Äußere Beinlänge (Taille bis Knöchel)
  • Armlänge ab Schulter bis Handgelenk
  • Schulterbreite
  • Halsumfang
  • Körpergröße

Liegen Sie zwischen zwei Größen? Dann wählen Sie die nächst gelegene Kleidergröße. Den Abstand zwischen den Größen nennt man „Sprungwert“. In Deutschland sind das 4 cm. Also ein Spielraum von 4 cm bis zur nächst größeren oder kleineren Größe.

Manche Online-Shops bieten inzwischen Größenermittler auf Basis individueller Daten an (z.B. bei Hallhuber – und bei mir trifft es 100 % zu – großartig!).

TIPP: Keine Maßtabelle parat? Nehmen Sie sich ein Maßband mit zum Shopping und messen Sie im Geschäft die Kleidung nach. Außerdem können Sie die Weiten und Längen mit einem Kleidungsstück das Ihnen gut passt vergleichen. Beispielsweise indem Sie 2 Pullis oder Röcke im Geschäft übereinanderlegen.

ACHTUNG: Die in Deutschland gängigen Damengrößen weichen in Italien, Spanien und Frankreich ab (s. Bild oben, internationaler Größenvergleich). Das hat auch mit den Sprungwerten zu tun, die in diesen Ländern kleiner sind als die 4 cm in Deutschland.

Bei Herren-Hemden richtet sich die Größe nach dem Halsumfang. Zusätzlich wird der Bauchumfang berücksichtigt. Mein TIPP: Markenunabhängiger Größenberater für Hemden!

Für Hosen, vor allem bei Jeans, hat sich übrigens die amerikanische Messweise (Zoll / Inch) durchgesetzt. Es wird der Bundumfang und die Beininnenlänge angegeben.

2. Achtung: Material & Schnittführung

Die Kleidergröße kann variieren, je nach dem ob ein Kleidungsstück aus elastischem/nachgiebigem oder festem Material gearbeitet ist.

Die Schnittführung spielt auch eine große Rolle. Beispiel: 2 Kleider – das eine Kleid in figurbetontem Schnitt, das andere Kleid im Oversize Stil. Ist die Schnitfführung sehr weit, kann die kleinere Größe reichen. Beim figurbetonten Schnitt ist es evtl. die größere Größe.

TIPP: Lassen Sie sich nicht von den Größenangaben irritieren und ziehen Sie im Zweifel immer verschiedene Größen des gleichen Models an.

3. Machen Sie keine Passform-Kompromisse

Ein Kleidungsstück MUSS richtig sitzen und eine Passform haben, die zu Ihrer Figur passt. Wenn ein Kleidungsstück an der stärksten Stelle der Figur sanft anliegt – aber nicht einengt, sind Sie schon mal auf dem richtigen Weg.

Ein paar allgemeine Hinweise:

Zu ENG?

  • Eine zu enge Passform ist meist an unschönen Falten zu erkennen.
  • Ist ein Sakko, Blazer oder Mantel zu eng geschnitten, bilden sich im Bereich der Nackenpartie lange Querfalten.
  • Das Kleidungsstück fließt nicht, sondern sitzt beispielsweise an der Hüfte oder dem Busen auf.
  • Unterwäsche zeichnet sich ab.
  • Ein Rock oder Kleid schiebt sich beim Gehen nach oben und bildet Querfalten.
  • Etc.

Zu WEIT?

  • Ist das Kleidungsstück zu weit, wirken Sie darin im wahrsten Sinne „verloren“.
  • Der Kragen eines Sakkos oder Blazers steht ab und liegt nicht am Hals an.
  • Ist ein Sakko, Blazer oder Mantel im Schulterbereich zu weit, entstehen im Rückenteil tiefe Längsfalten.
  • Der Hosenbund muss durch einen Gürtel gehalten werden.
  • Etc.

TIPP: Weiten und Längen sind oft ganz individuell und werden beim Passformcheck im Rahmen einer Stil- oder Imageberatung besprochen.

4. Praxistest „Zappelphilipp“

Testen Sie Ihre Kleidung in der Bewegung: Setzen Sie sich, gehen Sie ein paar Schritte, heben Sie die Arme.

Das Kleidungsstück sollte möglichst von selbst wieder in die Ursprungsposition zurückrutschen. Kleine Korrekturen sind erlaubt. Doch wenn Sie ständig an Ihrer Kleidung „herumzuppeln“, dann wirkt das wenig überzeugend.

5. Was nicht passt, wird passend gemacht – Änderungsservice

Konfektionsware im Geschäft hat Standardmaße. Wenn Sie zwischen zwei Größen liegen oder die Länge nicht stimmt, nutzen Sie bitte den Service eines Änderungsschneiders.

Sie können Kleider, Röcke und Hosen kürzen lassen, den Bund enger, die Taille schöner herausarbeiten lassen, die Schulter heben etc. Es lohnt sich! Um einen guten Änderungsschneider zu finden, achten Sie auf gute Erfahrungswerte aus Ihrem Umfeld. WICHTIG: Das Kleidungsstück beim Abholen unbedingt nochmal anziehen, um das Ergebnis zu überprüfen.

Als ursprünglich gelernte Damenschneiderin und Bekleidungstechnikerin weiß ich, wovon ich rede. Seit 20 Jahren begleitet mich das Thema. Wenn Sie meine 5 Tipps beachten, wird der nächste Einkauf entspannter.

FAZIT: Eine Konfektionsgröße ist NUR EINE ZAHL!  Diese bietet Ihnen eine Orientierung bei der Suche nach den für Sie richtigen Kleidungsstücken. Was wirklich „zählt“, ist der Sitz der Kleidung an Ihnen – und wie Sie sich darin fühlen.

Herzlichst

Sonja Garrison

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Allgemeines, Neuigkeiten

EVENTABEND, 28.09.2017 – „7 Geheimnisse einer WIRKLICH guten Garderobe“

+++ ACHTUNG: 28. September 2017 ist AUSGEBUCHT! +++

Auf Grund der hohen Nachfrage bieten wir einen Zusatztermin:

WANN: Donnerstag, den 26. Oktober 2017 um 19:00 Uhr.

Ein inspirierender Abend mit Vortrag und Sekt.

„Die 7 Geheimnisse einer WIRKLICH guten Garderobe.“

Ist Ihr Kleiderschrank vollgestopft und Sie haben NICHTS anzuziehen?

In meinem Impulsvortrag verrate ich Ihnen:

  • TIPPS gegen Panikattacken vor dem Kleiderschrank,
  • Wie Sie sich von Schrankhütern befreien,
  • Wie Sie eine Garderobe aufbauen können, die wirklich zu Ihnen passt!
  • U.v.m

WO: Atelier „Grit Hoff – Stich für Stich“, Obere Webergasse 58, 65183 Wiesbaden.

Es erwartet Sie ein Begrüßungsdrink. Im Anschluss an den Vortrag ist Raum für Austausch und Fragen an Grit Hoff und Sonja Garrison.

Anmeldung unter: kontakt@grit-hoff.de oder info@sg-typberatung.de

Die Teilnahme an diesem Auftakt-Event ist kostenfrei. Für einen freiwilligen Unkostenbeitrag am Veranstaltungsabend, steht eine kleine Box bereit.


STICH & STIL – Das ist die Kooperation von „Grit Hoff – Stich für Stich“ und „Sonja Garrison, Stil- und Typberatung“.


Als ich auf das wunderschöne Atelier von Grit Hoff aufmerksam wurde, war ich sofort Feuer und Flamme. Nur wenige Tage später trafen wir uns bei ihr und schmiedeten die ersten Pläne.

In ihrem Atelier bietet Grit Hoff NÄHKURSE an und zeigt, dass Nähen lernen gar nicht schwer ist. In entspannter Atmosphäre sind die ersten Stiche schnell geschafft. Als gelernte Damenschneiderin kann ich nur sagen: Der MUT zur Nadel lohnt sich!

Grit Hoff und ich freuen uns auf Sie, auf einen tollen Auftaktabend und weitere gemeinsame Events.

Herzlichst

Ihre Sonja Garrison

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Kofferpacken Kleidung
Allgemeines

Die 10 besten Tipps fürs Kofferpacken

Ab in den Urlaub. Doch zuerst kommt das leidige Kofferpacken.

Lassen Sie mich raten: Sie packen immer viel zu viele Sachen ein. Nach dem Motto „für alle Fälle!“. Das meiste geht ungetragen wieder mit nach Hause. Wenn Sie packen, fällt es Ihnen schwer sich zu entscheiden: Das neue Volantshirt – DAS muss unbedingt mit. Aber das passt ja nur zu der einen Hose, die für den Urlaub eigentlich unpraktisch ist. Egal, die muss dann eben auch mit. Und so werden es immer mehr Kleidungsstücke, es droht Übergepäck und Sie starten gestresst in den Urlaub.

Schluss damit! Mit meinen 10 Tipps starten Sie entspannt in den Urlaub, denn ab jetzt wird mit Köpfchen gepackt.

1. Wo geht die Reise hin – und wie lange?

Strandurlaub oder Wandern, Städtetrip oder Kreuzfahrt? Wird es besondere Anlässe oder sogar eine Kleiderordnung geben? Wie lange werden Sie unterwegs sein?

Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und einen Stift und schreiben Sie die Orte, Anlässe und Anzahl der Urlaubstage auf. Notieren Sie danach Ihre dazu passenden „Reise-Must-Haves“: Kleidungsstücke die Sie dringend benötigen. Das können beispielsweise ein Bikini oder Wanderschuhe sein.

2. Viele Basics, wenig Extravagantes

Die Mehrzahl der Kleidungsstücke für Ihre Reise sollte schlicht und einfarbig sein. Basics in Blau, Grau, Weiß, Schwarz und Beige. Abwechslung bringen ein paar gemusterte und farbige Sachen. Mit diesen Kleidungsstücken können Sie ideal kombinieren.

Shirts in zig Farben, mit Leomuster, Pailletten und Co. dürfen zu Hause bleiben. Für das schmale Reisegepäck sind sie ungeeignet. Entscheiden Sie sich lieber für 1 – 2 Farbthemen (z. B. Rot und Khaki) die Sie in den Accessoires wiederholen können.

Schuhe und Taschen sollten farblich neutral sein und zu jeder Ihrer Hosen, Röcke und Kleider passen. Während Sie Zuhause mit farbigen Schuhen und Taschen ein Statement setzen können, ist das für die Reise schwierig zu kombinieren. 2 Taschen reichen für den Urlaub aus. Beispielsweise eine Umhängetasche und eine kleinere Tasche für den Abend. Bei den Schuhen pro Anlass 1 Paar (Wandern, Stadtbummel, Abend).

3. Accessoires setzen Akzente

Mit Ketten, Armbändern, Ohrringen und Tüchern peppen Sie Ihre schlichten Basics auf. Die Looks werden dadurch wandelbar für unterschiedliche Anlässe.

Vorteil: Accessoires nehmen nicht viel Platz in Anspruch. Verstauen Sie den Schmuck jeweils in einem Schmuckbeutel aus Stoff. Diese bekommt man z. B. bei Dawanda. So verheddert sich nichts und auch Ihre Kleidung wird vor scharfen Kanten geschützt.

4. Outfits zusammenstellen

Jetzt gehts ans Kombinieren: Wählen Sie Unterteile wie Hosen, Shorts und Röcke aus. Da Sie jedes Unterteil mehrmals tragen können, reichen je nach Dauer der Reise meistens 3 – 6 Teile.

Legen Sie die Unterteile aufs Bett oder den Boden. Nun legen Sie passende Oberteile dazu. Denken Sie daran: Schlicht, einfarbig, wenig Muster und 1-2 Farbthemen. JEDES Oberteil muss zu mindestens 3 Unterteilen passen. Ein Kleid zählt als ganzes Outfit, das Sie mehrmals tragen können. Integrieren Sie auch Ihre zuvor notierten Reise-Must-Haves.

Pro Urlaubstag nehmen Sie max. 1 Oberteil mit. Inkl. schicker Oberteile für den Abend. Bestimmt können Sie das ein oder andere Oberteil 2 x tragen. Für den Notfall packen Sie eine Tube Reisewaschmittel ein.

Unten habe ich Ihnen eine Collage erstellt:

  • „Reisegepäck“ für einen 12 – 14 tägigen Urlaub in die Toskana
  • Anlässe: Städtetrips und Ausflüge aufs Land mit kleinen Wanderungen
  • Abende in Restaurants und Bars.
  • Ok, den Bikini hab ich vergessen. Falls man im Süden auch mal Baden möchte (lach).

 

Packing for holidays

Beispieloutfits: Das weiße Top wird für den Stadtbummel mit Jeansshorts und Espadrilles kombiniert. Am Abend mit dem Hosenrock in Khaki, Sandaletten mit Absatz, zu der Tasche mit roten Akzenten kommen noch passende Ohrringe + Kette. Ein beiger Pashmina-Schal wärmt an kühlen Abenden.

Der khakifarbene Hosenrock passt wiederum zu den weißen Sneakers und dem geblümten Top + Jeansjacke usw.

TIPP: Machen Sie sich Fotos von Ihrer eigenen Kleidung und erstellen Sie sich damit eine Collage. Das hilft für den Anfang enorm!

Die Planung steht … nun geht’s an das eigentliche Packen

Jetzt wird es auch für die Männer interessant.

5. Erst sammeln, dann packen

ALLES was Sie mitnehmen möchten tragen Sie zusammen (auch Bücher, Kopfhörer, Reiseführer etc.). Sie sollten alles im Blick haben um mit dem Packen zu beginnen.

6. Rollen statt falten

Schals, leichte Shirts und Hosen können Sie rollen statt falten. So knittern die Sachen weniger und lassen sich viel leichter verstauen.

7. Knitterfrei

Bei empfindlicher Kleidung wie einem Blazer oder bei feinen Materialien können Sie Seidenpapier nutzen. Auf der Kleidung ausbreiten – dann falten. So lassen sich starke Knicke vermeiden.

Am Urlaubsziel sollten Sie Ihren Koffer möglichst schnell auspacken, so dass sich die Kleidung aushängen kann. Falls ein Kleidungsstück doch knittrig ist, hängen Sie es im Badezimmer auf. Durch die Feuchtigkeit die beim Duschen entsteht, verbessert sich dies.

8. Schuhe einzeln verpacken

Jeden Schuh einzeln in Beutel packen und im Koffer verstauen – das spart Platz und hält Schuhe und Wäsche sauber.

9. Schweres nach unten

Kulturbeutel, Bücher etc. gehören auf den Kofferboden, bzw. in die Nähe der Kofferrollen. Sonst bringen die schweren Stücke Ihre ganze Ordnung wieder durcheinander.

10. Lücken stopfen & Platz sparen

Unterhosen und Socken als letztes einpacken. Sie passen perfekt in die vielen kleinen Lücken, die es im Koffer noch gibt. Ebenso ist es mit den Schmuckbeuteln. Tipp für den Winterurlaub: Kleidungsstücke wie dicke Pullis, Daunenjacke, Fleece im Vakuumbeutel platzsparend verstauen.

Fazit: Weniger ist mehr.

Wer übrigens eine vielseitig kombinierbare Garderobe aufgebaut hat, wird beim Kofferpacken auf weniger Probleme stoßen. Der Frust beim Packen beginnt also schon viel früher – nämlich beim planlosen Kleiderkauf. Wer mit Köpfchen einkauft hat es also nicht nur im Alltag, sondern auch beim Kofferpacken leichter.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben einen erholsamen Urlaub!

Herzlichst

Sonja Garrison

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