Frau mit geblümter Bluse und schwarzem Rock vor einer Wand Businessgarderobe
Allgemeines, Für Frauen, Karriere, Make-up

Businessgarderobe im Sommer – 7 Expertentipps

Sommer, Sonne, Sonnenschein … alles schön und gut, solange man im Bikini den ganzen Tag faul am Strand liegen kann. In Businessgarderobe sieht das ganz anders aus.

Zu einem Kundentermin auch noch bei 30 Grad frisch und gut gekleidet zu erscheinen, kann eine ganz schöne Herausforderung sein. Vom Make-up ganz zu schweigen. Im Büro oder der Kantine, erwarten einen „dank“ Klimaanlage hingegen fast arktische Temperaturen.

Meine 7 Tipps, damit Sie auch bei Sommerhitze überzeugen:

1. Naturfasern als natürliche Klimaanlage

Naturfasern wie Leinen, Seide, leichte Schurwolle und Viskose wirken durch die glatte Oberfläche kühlend. Schweiß und Wärme können gut abgeleitet werden. Vorsicht bei festen Stoffen aus Polyesterfasern, da sie die Haut nicht atmen lassen. Man schwitzt um so mehr und es besteht „Müffelgefahr“. Achten Sie auch beim Innenfutter der Kleidung auf das Material.

Trotzdem Schweißränder? Atmungsaktive Unterwäsche, die den Schweiß aufnimmt ist ideal. Den Achselbereich Ihrer Blazer und Sakkos können Sie durch „Armblätter“ schützen. Es gibt Sie zum Einnähen und auch selbstklebend. Schweißränder haben so keine Chance.

2. Lockere Schnittführungen

Durch Kleidung in lockerer Schnittführung kann die Luft besser zirkulieren und gibt zusätzliche Kühlung. Eine lässig geschnittene Bluse, leichte Hose, ein luftiger Rock oder ein zart fließendes Kleid ist genau das Richtige an heißen Sommertagen. Damit der Look „angezogen“ und nicht nachlässig wirkt, sollten die Kleidungsstücke top gebügelt sein und besondere Details haben: Z. B. Kragen, Manschetten, Faltendetails, Drapierungen, Knopfleisten, Reverskragen.

3. Feinstrümpfe im Business

Neulich bei einem Seminar für Vorstandsassistentinnen: 4 weibliche Augenpaare schauen mich völlig entsetzt an. Eine Teilnehmerin spricht aus was die anderen denken „Im Hochsommer soll ich Strumpfhosen tragen?!“.  Mal ganz ehrlich, ich kann die Reaktion ein bisschen verstehen. Doch nackte Beine sind im formellen Businessbereich ein No-Go. Erst recht bei Kundenkontakt.

Das Bein wirkt durch Feinstrümpfe gleichmäßig und „angezogen“ – dem Anlass angemessen.

In 15 – 20 den Feinstrümpfen spürt man auch im Sommer fast nichts. Zudem gibt es Varianten mit leichtem Stützeffekt, was gegen schwere Beine nach einem langen Sommertag hilft. Halterlose Strümpfe sind eine luftige Alternative zur Strumpfhose. Spätestens als ich 2 schöne Beispiel-Exemplare auspackte, waren auch die Strumpf-Skeptikerinnen überzeugt.

Und wenn es in Ihrem Business doch keine Feinstrümpfe sein müssen: Kleine Hautunebenheiten wie Besenreißer, können Sie mit Körper-Make-up abdecken. Wisch und schweißfest übersteht das auch einen langen Tag.

Ohne Strümpfe haben allerdings viele Frauen ein Problem: Scheuernden Oberschenkel. Breite Strumpfbänder schützen die Oberschenkel vor dem Wundreiben. Schneiden Sie einfach das Strumpfband von halterlosen Strümpfen ab. Oder bestellen Sie es direkt bei haloBa oder Bandelettes (USA). Danke an meine Kundin für diesen tollen Tipp, den ich seit vielen Jahren an meine anderen Kundinnen weitergebe.

4. Helle Farben – auch bei der Businessgarderobe?

Helle Farben reflektieren die Sonne grundsätzlich besser als dunkle Kleidung. Dennoch ist ein Anzug in Hellbeige oder gar Weiß, bei sehr formellen Geschäftsterminen nicht das Passende. Wählen Sie für Ihre Businessgarderobe lieber ein schönes Silbergrau oder Marineblau und kombinieren Sie es mit bunten, sommerlichen Farben.

5. Von HEISS zu KALT – der Zwiebellook

Büros, Kaufhäuser und Restaurants sind oft klimatisiert. Der Wechsel von kühlen Räumen zu heißen Außentemperaturen macht unserem Körper zu schaffen. Um nicht auszukühlen sind leichte Strickjacken, dünne Capes oder Pashmina Schals ideal. In bunten Farben setzen sie farbliche Akzente und sie lassen sich ganz leicht in der Handtasche verstauen.

6. Die Schmuckfrage

Modeschmuck kann durch Schweiß leicht anlaufen und Verfärbungen auf der Haut hinterlassen. Mit Silber- oder Goldschmuck, Edelstahl, Perlen und Edelsteinen liegen Sie auf der sicheren Seite.

7. Make-up im Sommer

An heißen Tagen verläuft das Make-up schnell. Ein „Primer“ schafft die ideale Grundlage und gibt flüssigen Grundierungen einen besseren Halt. Alternativ sind Puder-Make-ups eine tolle Alternative. Mein persönlicher Geheimtipp: Puderblättchen für unterwegs. Damit lässt sich wie mit Löschpapier das Hautfett aufnehmen. Zusätzlich sind sie mit einer dünnen Schicht Puder beschichtet, das die Haut mattiert.

WICHTIG: Egal wie warm es ist – Miniröcke, ein tiefes Dekolletée, ärmellose Shirts und Transparenz sind im Business fehl am Platz.

Bleiben Sie ansonsten entspannt, und genießen Sie die sommerlichen Tage auch in Ihrer Businessgarderobe.

Herzlichst

Sonja Garrison

P.S. Teilen Sie diesen Beitrag gerne mit Ihren Kolleginnen.

Keine Stil-Tipps mehr verpassen? Hier gehts zur Newsletteranmeldung!

4 Kleider auf Bügeln
Allgemeines, Für Frauen

Welches Kleid steht mir? – 5 Tipps für IHR Traumkleid

Das perfekte Kleid – wir ziehen es an, fühlen uns wohl, wählen ein paar Accessoires dazu und fertig ist unser femininer Look.

Neulich erreichte mich diese Nachricht von einer Kundin, die mein Herz höher schlagen ließ: „Deine Beratung hat bereits Früchte getragen. Diesen Sommer trage ich zum ersten Mal Kleider und finde es super. Ich fühle mich sogar wohl darin und strahle dies auch aus!“

Ein Kleid macht es so schön einfach einen tolles Outfit zu zu zaubern. Und es gibt unzählige Varianten. Aber welche Form und vor allem welche Länge ist die Richtige für die eigene Figur?

Viele meiner Kundinnen sind unsicher was zu Ihrer Figur passt. Und auch welche Stilrichtung geeignet ist. Greifen wir ohne Orientierungzu, reiht sich ein Kleid neben dem Anderen im Schrank, doch so wirklich wohl fühlen wir uns in keinem.

Meine 5 wichtigsten Experten-Tipps, damit Sie IHR Traumkleid finden:

1. Ihr Figurtyp

Die Basis für die Suche nach Ihrem perfekten Kleid bildet das Bewusstsein über die eigenen Proportionen. Denn Ihr Figurtyp bestimmt die Silhouette des Kleides. Ist die Figur eher kurvig, geradlinig, die Schulter eher breit oder schmal, ist der Bauch flach oder eher rundlich. Das optimale Kleid passt sich unserer Figur an – und nicht umgekehrt. Als Orientierungshilfe habe ich die gängigsten Figurtypen und deren passende Kleidform zusammengestellt. Erkennen Sie sich wieder?

X-Figur

Egal ob extra kurvig oder zierlich, die X-Figur besticht durch das ausgewogene Verhältnis von Schulter- und Hüftbreite und eine deutlich schmalere Taille. Optimal sind Kleider die dieser Silhouette folgen: Das Etuikleid und ein Kleid in leichter A-Linie sind typische Beispiele. Extra weite, völlig formlose Kleider ohne jegliche Taillenbetonung, verfehlen hingegen ihre Wirkung. Durch die ausgewogene Proportion ist neben Faltendetails, Drapierungen, ärmellos bis 3/4 Arm, Trompetenärmel, Carmenausschnitte einfach alles möglich. Tipp: Eher lockere Kleider können Sie durch einen Taillengürtel „auf Figur“ bringen.

Kleider für die X-Figur

 


H-Figur

Die H-Figur ist gerade gebaut. Schulter- und Hüfte sind ausgewogen, die Taille kaum ausgeprägt. Wer sich mehr Kurven zaubern möchte liegt mit ausgestellten Rockteilen und betonter Schulterpartie goldrichtig. Das schafft Volumen an Schulter und Hüfte und lässt die Taille schmaler erscheinen. Drapierungen im Taillenbereich, diagonale Wickeleffekte, Schleifen, luftige Trompetenärmel schaffen bei Ihren Kleidern stets weibliche Akzente. Soll es eher lässig sein, sehen auch geradlinig geschnittene Kleider gut aus. Weich fließende Stoffe sind dafür ideal (Leinen, Tencel, Seide).

Kleider für die H-Figur

 


V-Figur

Die breiten Schultern im Vergleich zur Hüfte sind typisch für die V-Figur. Verstärkend wirkt zusätzliches Volumen im Oberkörper z.B. Falten und Schulterpolster. Möchten Sie die Proportion eher ausgleichen? Dann zaubern Sie mehr Volumen im Hüftbereich durch A-Linienkleider, Kleider mit Schößchen, sowie Falten und Volants im Rockteil. Um die Schultern zu verschmälern sind langgezogene V-Ausschnitte, Wickeleffekte, lange Ketten und Bänder ideal. Diese sorgen zusätzlich für Streckung des Oberkörpers.

Kleider für die V-Figur

 


A-Figur

Die A-Figur ist weiblich und kurvig im Bereich der Hüfte, am Po und oft auch der Beine. Im Vergleich dazu ist der Oberkörper deutlich schmaler gebaut. Optimal sind daher Kleider die den Oberkörper in Szene setzen: Durch breite Ausschnitte (U-Boot/Carmen), besondere Details wie Rüschen, Spitze oder auch eine extravagante Kette. Das Rockteil des Kleides ist eher schlicht gehalten und sollte leicht ausgestellt, aber nicht zu weit geschnitten sein.

Kleider für die A-Figur

 


O-Figur

Bei der O-Figur liegt der Schwerpunkt auf der Körpermitte. Der Bauch und evtl. die Oberweite ist eher üppig. Die Beine und Arme in Relation dazu oft schmal. Zart fließende Hängerkleider in geradem Schnitt oder leichter A-Linie sind ideal um den Bauchbereich zu umspielen. Die Gesamtlänge der Kleider sollte eher kurz gehalten sein um den Blick auf die Beine zu lenken. 3/4 Ärmel sind ideal, da so die Handgelenke sichtbar und die Arme optisch gestreckt werden. Weitere senkrechte Betonungen z. B. durch lange Ketten, strecken den Oberkörper optisch. Tipp: Halten Sie bei aller Weiter des Kleides den Unterbrustbereich ein wenig schmaler (hochgezogene Taille).

Kleider für die O-Figur

 


2.  Großer und kleiner Busen

Eine kurvige, große Oberweite wird durch Wickeleffekte und V-Ausschnitte besonders schön in Szene gesetzt. Der Oberkörper wird gestreckt und das Dekolleté wunderbar betont. Enge Halsausschnitte können Sie durch lange Ketten optisch strecken. Achten Sie vor allem auf das geeignete „Darunter“. Ein gut sitzender BH ist der erste wichtige Schritt zu Ihrem perfekten Kleid. Mein Tipp die Kleider von Maximilia.

Wenn Sie einem kleinen Busen optisch mehr Volumen zaubern möchten, sind Hemdblusenkleider mit Brusttaschen, Raffungen, Spitzendetails, Rüschen und Volants ideal. Auch Kleider mit dem aktuellen Carmenausschnitt zaubern mehr Volumen.

 

3. Körpergröße

Die deutsche Frau ist im Durchschnitt ist ca. 170 cm groß. Ab ca. 175 cm gilt eine Frau hierzulande als groß, ab ca. 165 cm als klein. Darauf abgestimmt werden die Kleidungslängen und Proportionen konfektioniert. Ist man deutlich größer oder kleiner als der Durchschnitt bringt das manche Tücken mit sich. Denn je nach Körpergröße variiert nicht nur die Beinlänge, sondern auch die Rückenlänge, Taillenhöhe etc. So kann ein Gürtel der eigentlich auf Taillenhöhe sitzen soll, bei einer großen Frau deutlich höher sitzen und bei einer kleinen Frau in Richtung Bauchhöhe rutschen. Auch die Brustabnäher sitzen evtl. nicht richtig oder die Träger sind viel zu lang oder zu kurz. Also Augen auf!

Große Frauen

Sehen Sie Ihre Größe wie eine Leinwand und nutzen Sie diese. Lange Kleider mit extravaganten Details (Drapierungen, Muster, Wickeleffekte etc.) stehen Ihnen daher besonders gut. Besonders wichtig ist die exakte Länge des Kleides. Ein als lang deklariertes Kleid, das Ihnen gerade so bis zur Wade reicht, verfehlt seine Wirkung. Spezielle Hersteller wie u. a.  Long Tall Sally oder  Asos Tall bieten hier eine gute Auswahl.

Kleine Frauen

Ihr perfektes Kleid ist einfarbig oder mit nur dezentem Muster. Zu große, unruhige Muster, extra viel Volumen und Details wirken „erdrückend“. Kurze Kleider – bis max. Knielänge – sind für Sie optimal und sorgen für maximale Streckung. Diese Länge sieht sogar zu flachen Schuhen gut aus. Entgegen vieler Meinungen, stehen Ihnen auch lange Kleider. Diese sollten allerdings im Bereich des Oberkörpers schmal geschnitten sein. Einfarbig oder nur dezente Muster lenken den Blick auf Sie – und nicht von Ihnen ab! Mit der aktuellen Midi-Länge (ca. Wadenlänge) wirkt das Bein kürzer und gedrungener als es eigentlich ist. Lassen Sie sich Ihre Kleider also entsprechend kürzen, falls Sie es im Landen nicht exakt vorfinden. Viele Hersteller bieten mittlerweile Linien für kleine Frauen an. Beispielsweise BODEN – petite oder auch Banana Republic.

Kleider für große & kleine Frauen

 


4. Die perfekte Länge für Ihr Kleid

Es gibt eine Formel mit der sich das optimale Verhältnis zwischen Körpergröße und Kleid/Rocklänge ganz leicht ermitteln lässt: „Der goldene Schnitt“. Der goldene Schnitt ist eine „Gestaltungsformel“ die besagt, dass ein bestimmtes Längenverhältnis zueinander besonders harmonisch wirkt – die Einteilung einer Gesamtlänge in 1/3 und  2/3. Nehmen Sie sich ein Maßband und vermessen Sie sich von ca. Schultergelenk / Schlüsselbeinhöhe bis zum Knöchel. Teilen Sie diese Strecke durch 3. Bei mir sind das knapp über 129 cm ./. 3 = 43 cm x 2 = 86 cm. Das ist meine optimale Kleidlänge, die bei mir bis ca. 1 Handbreit oberhalb des Knies reicht.

Und bei Ihnen?

„Ich soll meine Knubbel-KNIE zeigen?!“ Das denken jetzt bestimmt einige von Ihnen. Diesen Satz höre ich nämlich sehr häufig von meinen Kundinnen. Falls auch Sie Ihre Knie nicht zeigen möchten, gehen Sie 4-6 cm länger und gleichen Sie diese Länge durch einen Absatzschuh aus.

 

5. Trendteil vs. Klassiker

Hier ist Ihr persönlicher Geschmack, der Anlass und Ihr Stiltyp entscheidend. Suchen Sie ein Kleid das zu vielen Anlässen passt und an dem Sie auch noch in 5 Jahren Freude haben, dann wird die Farbe Pink mit Blumenmuster nicht die richtige Wahl sein – egal wie gut Ihnen das Kleid steht. Überlegen Sie also genau für welche Anlässe Sie Ihr Kleid gebrauchen können und welche Farbe, ob uni oder gemustert, welche Details und Schnittführungen zum Anlass und auch zu Ihrer „Stilpersönlichkeit“ passen.

Oft ist ein schlichtes Kleid am vielseitigsten kombinierbar. Denken Sie an ein Dunkelblaues oder schwarzes Kleid. Mit flachen Sandalen, Umhängetasche und einer Jeansjacke wird es alltagstauglich. Schnappen Sie sich die High Heels und eine Clutch sind Sie perfekt für den Abend gestylt. Und mit schlichten Pumps und einem Seidenschal businesstauglich. Seien Sie kreativ!

 

Extra-Tipp:

Liegt zwischen Oberkörper und Unterkörper ein Größenunterschied vor, können Sie das Kleid von einem Änderungsschneider anpassen lassen. Aber Achtung, als gelernte Damenschneiderin weiß ich, jede Änderung hat seine Grenzen. Daher sollten das Kleid im Wesentlichen bereits gut sitzen.

Alternativ: Maßanfertigung ODER zaubern Sie sich doch einfach mit einem Rock und einem gleichfarbigen Oberteil einen Kleid-Look.

Die Suche nach dem perfekten Kleid lohnt sich. Shoppen Sie am besten nicht unter Druck. Probieren Sie unterschiedliche Formen aus und spielen Sie mit den Längen. So gewinnen Sie ein Gefühl dafür was Ihnen steht und worin Sie sich wohl fühlen.

Vor ein paar Wochen konnte ich eine Kundin mit gleich 3 Kleidern beim Personal Shopping beglücken.

„Das hätte ich mich selbst NIE getraut und anprobiert!“

Ein Erfolg auf ganzer Linie!

Herzlichst

Sonja Garrison

Keine Stil-Tipps mehr verpassen? Hier gehts zur Newsletteranmeldung!

Weiße Blusen auf einer Kleiderstange
Allgemeines, Für Frauen

Die weiße Bluse – ein Kombinationstalent

Heute kam Sie wieder zum Einsatz: Meine geliebte weiße Bluse.

Sie ist ein echtes Kombitalent – egal ob ich ein Outfit für einen formellen Anlass zusammenstellen möchte oder einen Look der modern, feminin oder lässig ist. Mit der weißen Bluse bin ich – und auch Sie – immer gut angezogen.

Lesen Sie daher gleich meine wertvollen Tipps: Vom Kombinieren, bis zum geeigneten „Darunter“.

Ein Must-Have im Kleiderschrank

JA, eine weiße Bluse gehört in jeden Kleiderschrank. Welche Variante entscheiden Sie allerdings selbst.

Es muss nämlich nicht die klassische Hemdbluse sein. Wie wäre es mit Wickelelementen oder in extra langer Tunikaform? Es gibt Blusen aus zart fließender Seide und steifen Baumwollstoffen. Und statt einem Hemdblusenkragen können Sie einen Stehkragen auswählen. Oder doch lieber ohne Kragen? Und wie wäre es mit einer Schluppenblusen.  Es ist wirklich für jeden Geschmack und Stiltyp etwas dabei. Hier 6 Beispiele:

Blusenvarianten

li.o. Schluppenbluse, o.m. Bodybluse, re.o. Bluse mit Kelchkragen, li.u. Oversize Hemdbluse, u.m. Hemdbluse mit V-Ausschnitt, re.u. lockere Hemdbluse

Die klassische Hemdbluse wurde übrigens von der Herrenmode inspiriert und ist der Klassiker unter den Damenblusen. Im Gegensatz zum Herrenhemd hat sie die Knopfleiste links statt rechts. Der Kragen und die Manschetten sind bei Damenblusen nicht so enorm verstärkt.

Die weiße Bluse mal anders kombinieren

Kombinieren Sie die weiße Bluse nur im beruflichen Kontext mit Hosenanzug oder Kostüm? Ganz ehrlich – das geht spannender. Kein Wunder dass die weiße Bluse so einen „spießigen“ Ruf hat. Dabei kann sie so viel mehr: Zur ausgefransten Jeans im Vintage-Look + weiße Sneaker wird sie ganz lässig für den Tag. Für den Abend holen Sie eine elegante Lederjacke und die extravaganten Strass-Sandaletten hervor. Und statt zum klassischen Kostümrock können Sie die weiße Bluse zu einem modischen Glocken- oder Faltenrock kombinieren. Experimentieren Sie herum und schaffen Sie Stilbrüche.

Ein paar Ideen aus meinem persönlichen Kleiderschrank:

Meine weiße Lieblings-Bluse ist eine Bodybluse

Passform-Tücken

Das Wichtigste bei der klassischen Hemdbluse ist die Passform. Durch ihre schmale und taillierte Form sieht man schnell wenn sie nicht richtig sitzt. Bei einer starken Körpermitte (Bäuchlein / Hüft“Gold“) empfehle ich daher die gerade geschnittene Variante. Aus fester Baumwolle oder auch ganz feminin in zart fließendem Material, das die Rundungen perfekt umspielt.

Eine klassisch taillierte Form „Von der Stange“ zu kaufen ist allerdings nicht für jeden Figurtyp leicht. Bei einem großen Busen und auch der Y-Figur (breite Schultern, schmaler Brustkorb, zierliches Becken) ist die Suche mit einigen Tücken verbunden. Passt die Bluse am Busen, dann schlackert’s an der Taille und Hüfte. Wählt man die kleinere Größe spannt die Bluse am Busen oder Rücken. Mein TIPP: Nutzen Sie den Service eines Änderungsateliers! Bei großer Oberweite kann ich Ihnen Maximilia empfehlen. Das Label hat sich auf Mode für kurvige Oberweite spezialisiert. Neben Blusen findet man auch Shirts und tolle Kleider.

Das geeignete Darunter

Der optimale BH für weiße Blusen? Er ist NICHT Weiß. Da weiße Blusen selten vollkommen blickdicht sind, scheint ein weißer BH’s extrem durch. Ebenso tückisch sind Details aus Spitze. Für formelle Termine gilt daher: Je schlichter, desto besser. Ideal sind nahtlose, hautfarbene T-Shirt BH’s (z. B. hautfarbener T-Shirt BH v. Skiny). So zeichnet sich nichts ab und es ergibt ein gleichmäßiges Bild.

Übrigens, das geeignete „Darunter“ kann auch ein BH in Lila, hellem Rosa, Pfirsich oder auch Braun sein. Das kommt ganz auf unsere Hautfarbe an. Ziel ist es, nichts durchscheinen zu sehen. Probieren Sie doch mal aus welche Farben bei Ihnen in Frage kommen.

Was tun gegen „Gilb“?

Durch regelmäßiges Tragen und Waschen kann das Weiß der Bluse allmählich vergrauen. Und wer kennt sie nicht: Die gelblichen Deo-Flecken. Fügen Sie regelmäßig „Wäscheweiß“ zum Waschgang hinzu, um so Vergilbung und hartnäckige Deoflecken zu beseitigen und im Optimalfall vorzubeugen. Auch Gallseife, Backpulver und Zitronensäure können helfen. Übrigens: Weiße Kleidung vergilbt auch, wenn sie länger ungetragen im Schrank hängt oder liegt. Daher sollten Sie diese regelmäßig tragen (und waschen) und nicht im Schrank versauern lassen. Ertappt? Dann wird es Zeit für einen Garderobencheck.

Extra-Styling-TIPP

Rock & Bluse: Eine ganz klassische Hemdbluse gehört in den Rockbund gesteckt, sonst wirkt der Look schnell bieder und brav. Eine Bluse mit lockerer Schnittführung und aus fließendem Material kann hingegen komplett, oder auch nur vorn locker in den Rockbund gesteckt werden. Hose & Bluse: In Kombination mit Hosen sind alle Tragevarianten möglich. Testen Sie mutig verschiedene Looks und Tragevarianten aus.

Die Möglichkeiten der weißen Bluse sind fast grenzenlos. Es muss also ganz und gar nicht  bieder sein.

Herzlichst

Sonja Garrison


Keine Stil-Tipps mehr verpassen? Hier gehts zur Newsletteranmeldung!


 

Allgemeines, Farben, Neuigkeiten

Expertin für RTL zum Thema „Umkleidekabinen“

RTL Hessen besuchte mich Anfang April in meinem gemütlichen Beratungsstudio. Als Modeexpertin wurde ich zum Thema „Umkleidekabinen“ interviewt. Es ist ein schöner Beitrag entstanden, indem ich Tipps gebe worauf man bei den tückischen Kabinen achten kann. Die Reporterin Lisa Siewert testete zuvor mehrere Kabinen und hielt das Ergebnis mit ihrer Handykamera fest. Fazit: Je nach Licht, Spiegel und Aufbau der Garderobe war das Spiegelbild sehr unterschiedlich.

RTL-Hessen „Punkt 12“ – Licht-Falle in der Umkleidekabine – April 2017. Hier gehts zum Beitrag!

 

Meine 5 wichtigsten Experten-Tipps zu Umkleidekabinen:

  1. Achtung, wenn das Licht als greller Spot ausschließlich von oben oder der Seite kommt, wirft es unschöne Schatten. Rundungen, Cellulitis und Fältchen werden dadurch stark betont. Lassen Sie sich dadurch nicht verunsichern. Eine indirekte oder sanfte Beleuchtung rund um den Spiegel ist ideal.
  2. Dunkle Kabinenwände und Vorhänge „schlucken“ das Licht. Besser sind Kabinen mit hellen, farbneutralen Wänden die das Licht reflektieren. So sind wir von alles Seiten gut „ausgeleuchtet“ und es entsteht ein realistisches Spiegelbild.
  3. Farbige Wände und Vorhänge können das Farbbild der Umgebung beeinflussen. Die Kleidungsfarben und unser Teint können dadurch völlig anders wirken. Unregelmäßigkeiten der Haut können so stärker auffallen.
  4. Warmes Licht ist gemütlich, verändert aber auch die Wirkung der Kleidungsfarben. Für eine echte Farbwiedergabe ist Tageslicht oder dem Tageslicht ähnlichem Licht (Neutralweiß / Vollspektrumlicht) optimal. Ein individueller Farbfächer (s. unten), welchen meine Kunden bei einer Farbberatung erhalten, ist eine wunderbare Hilfe um die eigenen optimalen Farben zu erkennen – egal bei welchen Lichtbedingungen.
  5. Spiegel in den Umkleidekabinen sind ebenso wichtig wie das Licht. Durch eine geschickt eingesetzte Krümmung oder Neigung können sie uns optisch strecken oder auch breiter erscheinen lassen als wir sind. Also Augen auf!

MEIN TIPP: Verlassen Sie beim Shopping unbedingt die Garderobe und holen Sie sich eine zweite „Spiegel“Meinung ein! So können Sie besser einschätzen wie das Kleidungsstück tatsächlich an Ihnen wirkt. Beachten Sie übrigens auch die Lichtbedingungen bei Ihnen Zuhause. Ist Ihr Ankleidebereich rund um den Schrank eine Dunkelkammer und kein großer Spiegel weit und breit?! Auch in Ihrer eigenen kleinen „Boutique“ sollten Sie auf gutes Licht und einen Spiegel achten der Sie typgerecht widerspiegelt.

Herzlichst

Sonja Garrison

 

Allgemeines

10 Shopping-Tipps gegen Fehlkäufe

Shopping … die einen lieben es, die anderen sind grenzenlos überfordert vom großen Angebot und häufen Fehlkäufe an. Egal ob passionierter Shopper oder Shopping-Muffel, mit ein paar nützlichen Tipps wird der Kleiderkauf entspannter.

Dazu gehört auch ein wenig Vorbereitung und Ehrlichkeit zu sich selbst! Sich Kleidungsstücke „schön zu reden“ endet in einem Kleiderschrank dessen Inhalt zwar hübsch anzusehen ist, aber letztendlich sind es  Fehlkäufe die zu Schrankhütern werden. Ein Personal Shopping bereite ich abgestimmt darauf was meine Kundin oder mein Kunde benötigt, sehr genau vor. Diese Vorbereitung ist aufwendig, aber notwendig und sehr effektiv.

Hier meine 10 wichtigsten Shopping-Tipps, damit das Einkaufen auch für Sie erfolgreicher wird:

1. Kein Zeitdruck: Wenn Sie ohne Profi unterwegs sind, sollten Sie sich Zeit für Ihren Einkauf nehmen. Denn Stress, Zeitdruck oder der Zwang etwas finden zu müssen, führen leicht zu Fehlkäufen.

2. Kaufen Sie gezielt ein: Planen Sie Ihren Einkauf und führen Sie dafür regelmäßig 1 x pro Saison einen Garderobencheck durch. Denn so wissen Sie was Sie brauchen und was Ihre Garderobe sinnvoll ergänzt. Machen Sie sich dazu Notizen! Nun informieren Sie sich, beispielsweise in Online-Shops und Katalogen, über das derzeitige Angebot und gewinnen einen Eindruck davon, was Sie in den Geschäften erwartet. Ganz nebenbei werden Sie für schöne Looks inspiriert.

3. Klassiker vs. Trends! Machen Sie nicht jeden Trend mit, sonst verlieren Sie sich Saison für Saison im Überangebot. Finden Sie lieber Ihren Stil und kaufen Sie nur gezielt Trends, die zu Ihnen passen! Ihre Grundgarderobe sollte hochwertig und sehr vielseitig kombinierbar sein. Trendige Kleidungsstücke bilden schöne Ergänzungen und diese können Sie auch etwas günstiger kaufen. Sehen Sie sich die Verarbeitung dann um so genauer an: Sind Nähte und Knopflöcher sauber genäht, Taschen auf gleicher Höhe, läuft der Reißverschluss glatt oder hakt er? Und nicht zuletzt achten Sie auf die Gesamtwirkung des Kleidungsstücks. Wirkt es hochwertig, oder schreit es „billig“ obwohl es das vielleicht nicht ist …

4. Kombinieren: Ich kaufe stets nur Teile die sich mit meiner vorhandenen Garderobe zu mindestens 2 unterschiedlichen Outfits kombinieren lassen. Beispielsweise je ein schicker und ein lässiger Look. Daher kann ich meine Garderobe sehr vielseitig kombinieren.

5. Shopping-Outfit: Auch Ihr Outfit das Sie beim Einkauf tragen ist wichtig. Tragen Sie Kleidung in der Sie sich wohlfühlen und die sich leicht an- und ausziehen lässt. Bei der Suche nach einem Kleid oder Rock können Sie eine Strumpfhose anziehen, oder sich für die Anprobe eine mitnehmen.

6. „Spot on“: Achten Sie auf die Beleuchtung im Geschäft. Ist das Licht eher warm oder sehr kalt? Nur bei Tageslicht oder dem Tageslicht ähnlichem Licht, lassen sich Farben richtig einschätzen. Ein individueller Farbfächer, den Sie z. B. bei einer Farbberatung erhalten, hilft auch bei schwierigen Lichtbedingungen Ihre Farben zu erkennen. Im Zweifelsfall suchen Sie sich ein Fenster oder fragen Sie ob Sie kurz vor die Tür gehen können.

7. Spieglein, Spieglein: Die nächste Tücke sind Umkleidekabinen. Je nach Spiegel und Position des Lichts ist das Spiegelbild völlig anders. Holen Sie sich daher eine zweite „Spiegelmeinung“ ein: Verlassen Sie dafür die Umkleidekabine und betrachten Sie sich in einem weiteren Spiegel und in anderer Lichtumgebung. Sie sollten weit genug vom Spiegel entfernt stehen und sich auch von hinten sehen können. Ein kleiner Taschenspiegel oder ein „Selfi“ mit Ihrer Handykamera, ist hier eine Hilfe. Kommt das Licht in der Kabine durch einen grellen Spot nur von oben, wirft jede Rundung Ihres Körpers deutliche Schatten. Also Augen auf bei der Kabinenwahl!

8. „Probefahrt“: Wenn der Rock beim Gehen unschöne Falten schlägt oder die Hose beim Sitzen kneift, werden Sie sich nicht wohl fühlen und die nächsten Schrankhüter sind vorprogrammiert. Testen Sie das neue Kleidungsstück und bewegen Sie sich darin: Setzen Sie sich, heben Sie die Arme, gehen Sie ein paar Schritte. So zeigt sich schnell, ob das Kleidungsstück wirklich optimal sitzt.

9. Schnäppchenjagd: Jeder freut sich über ein Schnäppchen. Kaufen Sie jedoch nichts, mit dem Sie nicht auch zum regulären Preis liebäugeln würden. Das gilt sowohl für die Passform/richtige Größe, Farbe, Design und Kombinierbarkeit. Fehlkäufe lassen sich so vermeiden. TIPP: Kaufen Sie vor allem hochwertige und zeitlose Kleidungsstücke, Taschen, Schuhe im Schlussverkauf.

10. Nichts gefunden? Macht nichts! Seien Sie in der Lage auch einmal mit leeren Händen einen Stadtbummel zu beenden. Wenn Sie bei einem bestimmten Kleidungsstück noch unsicher sind es zu kaufen, dann lassen Sie es im Geschäft bis zum nächsten Tag für Sie reservieren! Mit ein bisschen Abstand werden Sie besser einschätzen können, ob es sich lohnt das Kleidungsstück zu kaufen.

Gutes Einkaufen hört nicht an der Ladenkasse auf …

Zuhause angekommen: Bitte keine Etiketten abschneiden und die neue Kleidung noch nicht in den Schrank hängen! Sonst werden Sie keine Chance haben Ihre Meinung zu überdenken. Ziehen Sie innerhalb von 3-4 Tagen alle Sachen noch einmal an. Fühlen Sie sich in Ihrer vertrauten Umgebung darin wohl? Haben Sie Lust das neue „Schätzchen“ so bald wie möglich auszuführen? Das ist ein gutes Zeichen! Kreieren Sie außerdem direkt neue Looks – auch mit der vorhandenen Garderobe – und machen Sie evtl. Fotos davon.

Sind Sie nach weiteren 7 Tagen unsicher ob das neue Kleidungsstück das Richtige ist ? Achtung … dies könnte tatsächlich ein Fehlkauf sein! Bei weiteren Zweifeln geben Sie es innerhalb von 14 Tagen ab Kaufdatum zurück bzw. geben das Paket bei der Post ab, falls es ein Online Kauf war. So vermeiden Sie langfristige Fehlkäufe die zu Schrankhütern werden!

Zum Schluss … Komfortzone verlassen: Kennen Sie das? Aus Gewohnheit und Bequemlichkeit greifen Sie morgens zu den immer gleichen Outfits. Mein Tipp: Nehmen Sie sich für 1 – 1,5 Wochen vor, jeden Tag zu anderen Kleidungsstücken und neuen Kombinationen zu greifen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Erfolg beim Anwenden meiner Shopping-Tipps – und langfristig mit einem Schrank ohne Fehlkäufe.

Wenn Sie jemanden kennen, der auch von diesen Tipps profitieren könnte, dann teilen Sie diesen Artikel gerne.

Herzlichst

Sonja Garrison

P.S. Ist Einkaufen weiterhin für Sie ein notwendiges Übel, oder sind Sie einfach neugierig wie ein Profi mit Ihnen shoppen geht, … dann wissen Sie, wo Sie mich finden!