Stil finden
Allgemeines

Den eigenen Stil finden – 5 Tipps vom Profi

Sie haben bestimmt schon mal ein Outfit an einer Kollegin, Freundin oder Schauspielerin gesehen das umwerfend schön aussah und Sie dachten: „Das muss ich haben!“ Sie haben recherchiert, das Outfit gefunden, es anprobiert und mussten dann feststellen „an mir sieht das total bescheuert aus!“.

Das kann einerseits an der falschen Farbe liegen, die Sie fahl und blass aussehen lässt. Auch die Länge und Schnittführung des Kleidungsstücks kann ungünstig sein.

Und es kann am Stil liegen – der nicht zu Ihnen passt.

Es gibt Kleidungsstile, die sind rockig, andere mädchenhaft, Stile mit sehr extravaganten Elementen, sportlich, mit vielen Details oder auch minimalistisch.

Und weil Sie eine andere Persönlichkeit sind als die Kollegin, Freundin oder Schauspielerin, kann die Stilrichtung ganz anders sein. Sie bewegen sich anders, Sie leben anders – Sie sind eben Sie! Den eigenen Stil finden – das ist somit auch eine Entdeckungsreise zu sich selbst. Zu dem, was Sie als Menschen ausmacht – wer Sie sind und was Sie mit Ihrer Kleidung aussagen möchten.

Den eigenen Stil zu finden ist befreiend. Denn es bedeutet sich von Trends nicht stressen zu lassen. Sie kennen und verstehen welche Farben, Schnittführungen und Stilelemente zu Ihnen passen.

Stilikonen wie Coco Chanel, Marlene Dietrich, Marilyn Monroe oder auch Audrey Hepburn haben im Lauf des Lebens ihren unverwechselbaren Stil entwickelt. Ihr Stil reflektiert Persönlichkeit und ist zeitlos.

Mit meinen Tipps werden auch Sie, Ihrem eigenen Stil ein Stück näher kommen.

Den eigenen Stil finden – die ersten 5 Schritte:

1. Ihr Stil und Ihre Persönlichkeit

Wer bin ich – was macht mich aus? Unsere Persönlichkeit, unsere Eigenschaften, das was wir ästhetisch finden, was wir mögen, wie wir leben, unser Umfeld, unser Beruf. All dies sendet mir als Stilberaterin Signale um dem Stil meiner Kundinnen und Kunden auf die Spur zu kommen.

„Ich möchte meinen eigenen Stil finden“. Das setzt also voraus sich mit dem auseinanderzusetzen – WER WIR SIND.

Und wir entwickeln uns im Leben weiter – weshalb es wichtig ist, sich immer wieder damit auseinander zu setzen. Die Grundzüge eines Stils bleiben bestehen, doch manchmal kommt der Moment im Leben an dem wir spüren: Das passt einfach nicht mehr zu mir!

Nehmen Sie sich einen Notizblock und schreiben Sie auf welche Eigenschaften Sie ausmachen:

„Sensibel, extrovertiert, lebendig, ruhig, strukturiert, romantisch, pragmatisch, naturverbunden, zielstriebig, chaotisch, ordentlich, …“

Es geht sicher nicht darum jede Eigenschaft nach außen zu tragen. Zumal man verschiedene Anlass hat und auch dabei in „Rollen“ schlüpft. Doch mit dem Bewusstsein für Ihre Eigenschaften, wirkt Ihr Look nicht wie eine Verkleidung.

2. Kennen Sie Ihre idealen Farben und Schnittführungen

Ständige wechselnde Trends können ziemlich überfordern. Immer wieder locken neue tolle Kollektionen. Plötzlich ist Lila und Plisseé angesagt, Midiröcke lösen Miniröcke ab und Animalprints finden in allen Viranten.

Damit Sie den Überblick zu behalten, finden Sie heraus was Ihnen wirklich steht. Welche Silhouetten passen zu Ihrer Figur und welche Längen sind vorteilhaft? Welche Farben bringen Ihren Teint zum Strahlen und welche lassen ihn fahl erscheinen? Auch Materialien und Muster sollten Sie unterstützen und nicht wie eine Verkleidung wirken. Das Wissen was Ihnen steht, gibt Sicherheit und hilft im Modedschungel den Überblick zu behalten.

3. Inspiration durch Modevorbilder und ein Moodboard

Auch ein Modedesigner steht nicht jeden Morgen mit einer Fülle an neuen Ideen im Kopf auf. Es gibt Kreativitätstechniken die helfen, eine Linie zu finden – ein Plan damit wir unser Ziel nicht aus den Augen verlieren. Eine dieser Techniken ist das Moodboard. Innenarchitekten und Dekorateure nutzen es beispielsweise für die Raumgestaltung und erarbeiten so ein Konzept. Man sammelt Bilder von Farben, Stilen, Materialien und kommt so Stück für Stück zu seinem Konzept für das neue Wohnzimmer – und Sie dem eigenen (Mode) Stil.

Los geht’s: Suchen Sie sich aus Katalogen, Magazinen etc. Bilder aus, die Sie hundertprozentig ästhetisch ansprechen. Das können ganze Outfits sein, einzelne Kleidungsstücke und Accessoires, auch Bilder von Architektur, Landschaften. All diese Bilder transportieren Botschaften für Ihren Stil.

Kleben Sie diese auf ein Blatt Papier.

Suchen Sie dann nach Gemeinsamkeiten in Farben, Materialien, Mustern und Schnittführungen. Sind in Ihrer Bildersammlung eher klare Linien zu finden? Oder gebogene Linien und verspielte Details? Auch wenn es etwas Arbeit bedeutet das Moodboard zu erstellen – es schafft Klarheit.

Für Ihr Moodboard können Sie zusätzlich nach Stilvorbildern suchen – Schauspieler, Blogger, berühmte Persönlichkeiten. Wessen Stil finden Sie umwerfend? Wer ähnelt Ihnen ?

Wer es digital mag, kann sich bei Pinterest eine Board anlegen. Sammeln Sie mindestens 30 Bilder und suchen Sie wieder nach Gemeinsamkeiten. Instagram bietet eine weitere Möglichkeit Bilder zu finden und in Ordnern (Sammlung) abzuspeichern.

Looks die Ihnen gefallen sollten Sie nicht eins zu eins kopieren. Lassen Sie Ihren persönlichen Geschmack einfließen und tauschen Sie Elemente aus, die Ihnen nicht gefallen oder nicht stehen. So geben Sie den Looks Ihre eigene Note.

4. Bestandsaufnahme der Garderobe.

Nun geht es an Ihren Kleiderschrank. Vergleichen Sie Ihre Kleidung mit den Ergebnissen aus dem Moodboard. Machen Sie einen ausführlichen Garderobencheck und behalten Sie nur, was wirklich zu Ihnen passt:

  • Farben
  • Silhouetten
  • Muster / Aufdrucke
  • Materialien
  • Wohlfühlfaktor
  • „Bin ich das?“

Sortieren Sie aus, was sich fremd anfühlt und nicht zu Ihrer Persönlichkeit passt. Versuchen Sie mit den verbliebenen Kleidungsstücken Looks aus Ihrem Moodboard nachzustylen. So merken Sie schnell, welche Kleidungsstücke, Accessoires und Details Ihnen fehlen.

5. Finden Sie Ihr Markenzeichen

Nach und nach werden Sie immer stilsicherer darin, Ihre Kleidung auszuwählen und Outfits zusammenzustellen. Es werden bestimmte Kleidungsstücke, Farben, Muster oder Accessoires immer wieder auftauchen. Wie ein roter Faden ziehen sich diese durch Ihren Schrank. Dieser Wiedererkennungswert – oder auch Ihr Markenzeichen – ist sehr wertvoll und nicht langweilig. Denn Ihre Signature-Basics können Sie nach Bedarf durch passende Trends ergänzen und abwechslungsreich gestalten. Eine Stammkundin sagte neulich „Sie haben immer roten Nagellack und tragen im Winter fast nur Röcke und Kleider. Und alles ist immer so schön farblich aufeinander abgestimmt.“ Das hat mein Herz hüpfen lassen. Fragen Sie doch mal eine Freundin was ein typischer Look oder ein typisches Kleidungselement von Ihnen ist.

So finden Sie noch Ihr Markenzeichen:

Haben Sie ein Hut- oder Brillengesicht? Dann können Sie mit Brillen oder Kopfbedeckungen in allen Varianten spielen. Mögen Sie auffälligen Schmuck, eine bestimmte Farbe? Dann setzen Sie diese immer wieder ein.

Sie können nicht in hohen Absätzen laufen? Macht nichts. Dann können stylische flache Schuhe zu Ihrem Markenzeichen werden.

Den eigenen Stil finden – das ist ein Prozess.

Haben Sie einmal den Anfang gemacht, wird es immer leichter. Denn mit jedem Neukauf zieht ein Kleidungsstück mehr ein, das eine aufeinander abgestimmte Garderobe ermöglicht. Und wenn Sie bereits eine Stilberatung gemacht haben, dann hilft Ihnen Tipp 1 (Eigenschaften) und das Moodboard aus Tipp 3, um sich immer wieder aufs Neue zu reflektieren und frischen Wind in den Stil zu bringen.

Seien Sie offen für Neues, experimentieren Sie und holen Sie sich Feedback ein.

Wenn Sie allein nicht weiterkommen – dann wissen Sie, wo Sie mich finden ;).

Herzlichst

Sonja Garrison

 

PS: Holen Sie sich 1 – 2 x pro Monat weitere STIL-Tipps, spezielle Angebote und die neusten Blogbeiträge. Hier gehts zum Anmeldeformular für den Newsletter: Anmeldung!

Als Dankeschön gibt’s meinen Outfitwegweiser.

Die Abmeldung vom Newsletter ist jederzeit mit nur einem Klick möglich.

Allgemeines, Für Frauen

Culotte – wie man die „neuen“ Hosenröcke richtig kombiniert

Für mich als Mode-Expertin ist die Culotte schon seit dem letzten Jahr ein großes Thema. Doch erst in diesem Frühjahr 2016 ist sie so präsent in allen Kollektionen, dass immer mehr Kundinnen mit Fragen auf mich zukommen: „Was ist die Culotte? Wie trägt man sie? Macht sie die Beine nicht kürzer?“ Daher habe ich in diesem Blog-Beitrag wissenswertes und die 4 wichtigsten Styling-Tipps für Sie zusammen gestellt.

 

Die Culotte ist ein Hosenrock

Was derzeit in der Mode als Culotte bezeichnet wird, ist ganz simpel ausgedrückt ein Hosenrock. JA – ein Hosenrock. Klingt erst einmal nicht so sexy. Der Hosenrock tauchte um 1900 als geteilter Rock oder frz. jupe-culotte auf. Er wurde von Frauen zum Reiten, Radfahren und Wandern getragen und war der praktische Kompromiss zwischen dem Rock als übliche Bekleidung der Frau und einer Hose, welche bis 1917 eigentlich nur den Männern vorbehalten war.

Doch „Culotte“ klingt natürlich moderner/frischer/hipper. Die Modeindustrie lässt sich also immer wieder etwas einfallen um uns „alte“ neue Trends schmackhaft zu machen. Mit einer Affinität zu Mode- und Kostümgeschichte muss ich so manches mal schmunzeln wenn uns die Designer vergangene Trends in neuem „Wort-Gewand“ verkaufen. Da werden 3/4 Schlaghosen zu „Cropped Flares“ und Riemchen-Pumps zu „Bondage-Heels“. Das Wichtigste: Erlaubt ist, was gefällt. Mode soll Spaß machen und Trends dürfen mitgemacht werden. Sie dürfen aber auch links liegen gelassen werden wenn sie uns nicht gefallen, nicht zu unseren Proportionen oder unserem persönlichen Look passen.

Gerade die Culotte birgt durch die weite Beinform und aktuelle Midi- und Wadenlänge einige Tücken. Um figürlich im Gleichgewicht zu bleiben sollte man daher ein paar „Regeln“ beachten:

Die 4 wichtigsten Stylingregeln bei der Culotte:

1. VOLUMEN: Je voluminöser bzw. weiter die Culotte geschnitten ist, desto wichtiger ist es den Oberkörper in schmale oder sogar sehr taillierte Oberteile zu kleiden. Dies ist bei kleinen Frauen besonders wichtig. Sie sollten kurze taillierte Jacken wählen und die Oberteile in den Hosenbund stecken. Das streckt optisch. Große und sehr schlanke Frauen können auch weite Oberteile und lange Jacken dazu kombinieren.

2. MATERIAL: Weich fließende Stoffe schmeicheln und sind daher ideal bei sehr weit geschnittenen Culottes . Steife, feste Stoffe wie z.B. Denim wirken hingegen eher kastig und verbreitern optisch. Um so wichtiger ist es dann mit Absatzschuhen und figurnahen Oberteilen einen Ausgleich zu schaffen.

3. LÄNGE: Die optimale Länge hat eine Culotte, wenn sie am Saum den Blick auf einen schmalen Bereich der Beine lenkt. Beispielsweise unterhalb der Knie, unterhalb der Wade oder auch der Fesseln.  Endet der Saum genau auf Wadenhöhe wirken flache Schuhe dazu meist recht plump. Achtung daher vor allem bei kräftigen Waden. Im Zweifelsfall auch hier einen Schuh mit Absatz wählen um die Beine optisch zu strecken.

4. FARBE: In Abhängigkeit des Figurtyps, sollten Sie die Helligkeit der Culotte bewusst wählen. Als Frau mit A-Figur (kurvige Hüfte und schmaler Oberkörper) sollten Sie eher dunkle und gedeckte Farben wählen und farbige Akzente im Oberteil setzen. Als Frau mit V-Figur (breite Schultern und extra schmales Becken) darf es auch eine Culotte mit Muster oder in hellen und kräftigen Farben sein . Kleine Frauen liegen mit Ton-in-Ton Kombinationen goldrichtig!

Extra-Tipp // SCHUHE: Mit spitzen Pumps wirken die Beine länger, als bei Pumps mit runder Form. Bei flachen Schuhen verlängert ein großes Fußdekolleté die Beine optisch mehr, als ein hochgeschlossener Schuh der den Spann bedeckt. Vorsicht auch bei Stiefeletten. Sie wirken in Kombination mit der aktuellen Midi- und Wadenlänge verkürzend.

 

Ich habe mal meine COPIC Marker ausgekramt und 2 Outfits skizziert – lässig und schick. Die Culotte wirkt besonders schön wenn man mit Stilbrüchen arbeitet. Weiblich, dabei aber stets lässig. Mal elegant kombiniert mit Blazer, oder lässig mit einer taillierten Bikerjacke. Klar und edel wird’s mit einer klassisch weißen Hemdbluse und lässig mit schlichtem T-Shirt …

Viel Spaß mit beim Ausprobieren & Kombinieren!

Und wie immer … individuelle und auf Ihre Proportionen abgestimmte Tipps verrate ich Ihnen gerne in einer Stilberatung oder auch bei einer Einkaufsbegleitung. Ich freue mich auf Ihre Nachricht.


* bei den Beispiel-Produktlinks handelt es sich um Affiliate-Links.

Allgemeines

Frühjahrsputz im Kleiderschrank

Ein Hauch von Frühling liegt in der Luft. Jetzt ist die perfekte Gelegenheit Ihren Schrank vom Winterstaub zu befreien. 2 x pro Jahr erinnere ich mit diesem Blog-Beitrag, dass es Zeit für einen Garderobencheck ist. Und wie immer gibts noch ein paar aktuelle Trend-Tipps dazu …

Gaderobencheck

Los geht’s:

  1. Ausräumen: Alle Sachen raus aus dem Schrank. Und ich meine wirklich … ALLES! Legen Sie die Kleidung auf dem Boden oder dem Bett ab.
  2. Reinigen Sie Schubladen und Schrankböden.
  3. Sortieren Sie Ihre Kleidung in 3 Stapel: „LIEBLINGSSTÜCKE“, „WENIG GETRAGENES“ (z.B. kaum Kombinationsmöglichkeit, muss repariert werden) und „WEG DAMIT“ (weil verwaschen, passt nicht mehr etc.)
  4. Bringen Sie wenn notwendig Kleidung zur Reinigung, bereiten Sie kaputte Kleidung auf.
  5. Überlegen Sie nun, welche neuen Outfits Sie mit den vorhandenen Kleidungsstücken erstellen können. Gehen Sie dabei erst nach der Farbe, dann nach Material.
  6. Notieren Sie welche neuen Kleidugsstücke / Accessoires notwendig sind um Ihre Garderobe sinnvoll zu ergänzen, und evtl. aufzupeppen (gute Inspirationsquelle Conley’s, Impressionen, oder auch Pinterest)
  7. Sortieren Sie die Kleidung nach Themen wieder in den Schrank ein: Hosen, Blusen, Shirts, Kleider, … etc. Und innerhalb der Themen nach Farben und Stoffqualität (sportlich / fein / elegant).
  8. Hängen Sie Kleidung aus zarten und knitteranfälligen Stoffen auf.
  9. Nutzen Sie durchgehend gleiche Bügel. Dies wirkt aufgeräumt. Drahtbügel aus der Reinigung sind nicht geeignet. Schulterpartien von Kleidern und Jacken beulen aus. Besser sind Holzbügel mit geformter Schulter.
  10. Gut erhaltene Kleidung die aussortiert wurde in Second-Hand-Läden geben, bei Ebay verkaufen oder spenden.
  11. Erfreuen Sie sich an einem wunderschönen Kleiderschrank! …

Die wichtigsten TREND-TIPPs: Neues, das Ihre Garderobe aufpeppt + Altes, das Sie evtl. besitzen, und in der aktuellen Frühjahrs/Sommer-Saison, zu neuem Leben erwecken können:

  • Wildleder (Velour). Ob echt oder auch die Kunstledervariante Alcantara.
  • Trenchcoats mal anders: Aus fließenden Stoffen, in Pastelltönen, …
  • Trendfarben: Rosenquarz, zartes Himmelblau, Butterblumengelb, Koralle, Grau im Allover-Look
  • Quer- und Längsstreifen. Shirts, Hemdblusen, Blazer …
  • Mustermix: z.B. Streifen oder grafische Optiken in kräftigen Farben jeweils untereinander.
  • Mäntel und Westen, gern extralang und oversized geschnitten.
  • Röcke taillenhoch und glockig geschnitten.
  • Schuhe mit Bändern und Riemchen. Sowie Metallic-Effekte.
  • A-Linie bei Kleidern, Röcken und Hosen
  • und weitere … 😉 … über die ich sicher nach und nach berichten werde.

So macht das Kombinieren der Frühjahrsgarderobe gleich doppelt Spaß.

Brauchen Sie doch Hilfe beim Garderobencheck ? Gerne unterstütze ich Sie!

Allgemeines, Für Frauen

Ponchos & Capes – Zum Reinkuscheln schön

Sie liegen derzeit absolut im Trend, und sind herrlich bequem und unkompliziert. Vom lässigen Poncho im Ethno-Look, über den gestrickten Poncho mit Zopfmuster bis hin zum edlen Cape aus Cashmere. Durch die unterschiedlichen Materialien und Stilrichtungen ist tatsächlich für jeden etwas dabei.

Was ich von meinen Kundinnen immer wieder gefragt werde: Was ist ein Cape, und was zeichnet einen Poncho aus? Und wie kombiniert man sie?

Cape (engl.) ist ein Umhang. Sprich … er ist vorn geöffnet. Das ganz klassiche Cape ist aus Wollgeweben, Walkstoffen oder Leder, mit Schlitzen für die Arme und wird am Hals durch einen Knopf oder einen Riegel verschlossen. Es gibt das Cape jedoch auch ohne Armschlitze und ohne Verschluss.

Ein Poncho hingegen ist ein Überwurf, mit einem Loch/Schlitz in der Mitte, durch den der Kopf gesteckt wird. So liegt der Poncho wie ein Mantel auf den Schultern. In Südamerika, z.B. Peru, gehört er zur traditionellen Bekleidung.

Die Übergänge vom Poncho zum Cape sind teilweise fließend. Und so findet man derzeit viele Capes die eher an den Look eines Ponchos, als an das klassiche Cape erinnern.

Poncho VS. Cape

Und wie kombiniert man Ponchos und Capes? Ganz einfach: Je volumiger das Cape / der Poncho, desto schmaler sollte die Kleidung im Unterkörper ausfallen. D.h. dann eher schmale Hosen, Skinny Jeans, oder auch Röcke und Kleider. Je länger das Modell, desto schmeichelnder sind Absatzschuhe, denn sie gleichen die Proportionen aus. Kleine, zierliche Frauen sollten allerdings grundsätzlich auf eher kürzere Modelle zurück greifen (max. mitte Oberschenkel). Ist der Oberkörper eher kurvig, sind grobe Zopfmuster nicht die beste Wahl. Mehr und vor allem individuelle Tipps, gibt’s in einer Stilberatung oder bei einem Personal Shopping.

Capes und Ponchos sind im Alltag tolle Allrounder, und auch perfekte Reisebegleiter. Sie eignen sich als Alternative zum Mantel, in der dünneren Version als Alternative zum Pullover, oder als moderne Variante zur klassichen Strickjacke. Kleider und Röcke wirken durch Capes und Ponchos wunderbar weiblich, und zugleich lässig. In der Abendgarderobe setzen Sie mit einem schwarzen, edlen Cashmere Cape, ein wunderbares Statement.

Und wer einmal versuchte mit dickem Kuschelpullover, oder einem Oberteil mit Fledermausärmeln, in eine schmal geschnittene Jacke zu schlüpfen, der wird sich über den neuen Trend ganz besonders freuen …

Ponchos und ein Cape. Gesehen bei Impressionen u. Conleys

Ponchos und ein Cape. Gesehen bei Impressionen u. Conleys

Farben

Marsala – Farbe des Jahres 2015

Wie jedes Jahr wählt „Pantone“ die Farbe des Jahres. Für 2015 wurde es MARSALA – ein edles, erdiges Weinrot.

Leatrice Eiseman, Executive Director des Pantone Color Institute beschreibt Marsala: “Ähnlich wie der Likörwein, der Marsala seinen Namen leiht, verkörpert dieser geschmackvolle Farbton die satte Zufriedenheit nach einer gelungenen Mahlzeit, während seine rotbraune Grundnote eine subtile, urige Natürlichkeit ausstrahlt. ”

Marsala Pantone 2015

Wem steht diese Farbe? Grundätzlich kann MARSALA, als eher neutraler Farbton, von warmen als auch kalten Farbtypen getragen werden. Es kommt auf die Zusammenstellung innerhalb des Outfits an. Mit Weiß und auch Schwarz schafft man härtere Kontraste (z.B. für den Wintertyp). Mit Grau entstehen weichere Kontraste (z.B. für den Sommertyp). Frühling und Herbst können Marsala toll Ton in Ton tragen oder auch mit Naturtönen wir Beige, Taupe, Creme, Ocker. Perfekt ist es für den neutralen Farbtyp „Herbst-Sommer“.