Frau mit geblümter Bluse und schwarzem Rock vor einer Wand Businessgarderobe
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Businessgarderobe im Sommer – 7 Expertentipps

Sommer, Sonne, Sonnenschein … alles schön und gut, solange man im Bikini den ganzen Tag faul am Strand liegen kann. In Businessgarderobe sieht das ganz anders aus.

Zu einem Kundentermin auch noch bei 30 Grad frisch und gut gekleidet zu erscheinen, kann eine ganz schöne Herausforderung sein. Vom Make-up ganz zu schweigen. Im Büro oder der Kantine erwarten einen „dank“ Klimaanlage hingegen fast arktische Temperaturen.

Daher habe ich 7 Tipps, damit Sie auch bei Sommerhitze überzeugen – auch für die Männer ist etwas dabei:

(Die nachfolgenden Tipps enthalten Empfehlungen – in Form unbezahlter Werbung *).

1. Naturfasern als natürliche Klimaanlage

Wählen Sie Kleidung aus Naturfasern wie Leinen, Seide, leichte Schurwolle und Viskose. Diese wirken durch die glatte Oberfläche kühlend. Schweiß und Wärme können gut abgeleitet werden. Die Bezeichnung „Cool Wool“ bei Anzügen und Kostümen ist ein Indiz für sehr leichte, sommerliche Stoffe aus Wolle. Cool Wool ist temperaturausgleichend, luftdurchlässig und nimmt den Schweiß auf.  Vorsichtig sollten Sie hingegen bei festen Stoffen aus Polyesterfasern sein, da sie die Haut nicht atmen lassen. Man schwitzt um so mehr und es besteht „Müffelgefahr“.  Achten Sie auch beim Innenfutter der Kleidung auf die Zusammensetzung der Materialien.

Trotzdem Schweißränder? Atmungsaktive Unterwäsche, die den Schweiß aufnimmt ist ideal. Den Achselbereich Ihrer Blazer und Sakkos können Sie durch „Armblätter“ * schützen. Es gibt Sie zum Einnähen und auch selbstklebend. Schweißränder haben so keine Chance.

2. Lockere Schnittführungen

Durch Kleidung in lockerer Schnittführung kann die Luft besser zirkulieren und gibt zusätzliche Kühlung. Eine lässig geschnittene Bluse, ein luftiger A-Linien Rock oder ein zart fließendes Kleid – z.B. ein Hemdblusenkleid oder Shiftkleid – sind daher ideale Sommer-Begleiter im Büro. Sehr eng anliegende Kleider und Hosen, sollten Sie bei 30 Grad also lieber im Schrank hängen lassen. Im Casual Business liegen die Männer mit leichten Chinohosen genau richtig. Damit der Look „angezogen“ und nicht nachlässig wirkt, sollten die Kleidungsstücke top gebügelt sein und besondere Details haben: Z. B. Kragen, Manschetten, Faltendetails, Drapierungen, Knopfleisten, Reverskragen.

3. Helle Farben – auch bei der Businessgarderobe?

Helle Farben reflektieren die Sonne grundsätzlich besser als dunkle Kleidung. Außerdem macht es an einem Sommertag doppelt Spaß, helle und strahlende Farben zu tragen. Als Basisfarben können Sie Weiß, Creme, Hellgrau und Mittelblau tragen. Die Damen kombinieren dies z.B. mit Rot, sanftem Pink, Zitronengelb, Aprikot und Türkis . In der Herrenmode sind Mint, Kobaltblau und Violett gerade ein großes Thema.

Steht ein formeller Termin an? Dann sollten Sie für Ihre Businessgarderobe dunklere Töne wählen. Basisfarben wie Silbergrau oder dunkles Marineblau wirken elegant, kompetent und souverän und können mit frischen, zarten Pastellfarben kombiniert werden.

Noch ein Tipp für weiße Blusen und Herrenhemden:

Die Unterwäsche unter weißen Damenblusen und Kleidern sollte hautfarben sein. Weiß würde sich stark durchzeichnen.

Die Herren tragen unter einem weißen Hemd ein Unterhemd ohne Arm mit extra breitem Träger (z.B. von Mey *) oder die klassische T-Shirt Form. Bitte KEIN Tanktop (Rippenshirt) mit schmalen Trägern. Wenn Sie kein Unterhemd unter Ihr Business-Hemd ziehen möchten, sollte ein weißes Hemd nicht zu dünn und durchscheinend sein. Brusthaare und Brustwarzen, die sich unter dem Herrenhemd abzeichnen, sind im Meeting nicht sexy – sondern maximal lächerlich.

4. Von HEISS zu KALT – der Zwiebellook

Büros, Kaufhäuser und Restaurants sind oft klimatisiert. Der Wechsel von kühlen Räumen zu heißen Außentemperaturen macht unserem Körper zu schaffen. Um nicht auszukühlen sind leichte Strickjacken, dünne Capes oder Pashmina Schals ideal. In bunten Farben setzen sie farbliche Akzente und sie lassen sich ganz leicht in der Handtasche verstauen.

Die Männer haben ja ohnehin das Sakko dabei. Falls Sie es mal ablegen und dennoch stilvoll gekleidet sein möchten, bietet sich eine sommerliche Anzugweste an. Sie wertet den Look auf.

Wieviel Zwiebel darf’s denn sein – bzw. darf ich als Frau im Hochsommer Feinstrümpfe im Business weglassen? Nackte Beine sind im sehr formellen Businessbereich mit Kundenkontakt eher ein No-Go. Das Bein wirkt durch Feinstrümpfe gleichmäßig und „angezogen“ – dem Anlass angemessen. In 15 – 20 den bei Feinstrümpfen spüren Sie im Sommer fast nichts. Zudem gibt es Varianten mit leichtem Stützeffekt, was sogar gegen schwere Beine bei einem langen Sommertag hilft. Halterlose Strümpfe sind eine luftige Alternative zur Strumpfhose.

Wenn es in Ihrem Büro doch keine Feinstrümpfe sein müssen: Kleine Hautunebenheiten wie Besenreiser, können Sie mit Körper-Make-up abdecken. Wisch und schweißfest übersteht das auch einen langen Tag.

Ohne Strümpfe kennen allerdings viele Frauen ein Problem: Scheuernden Oberschenkel. Breite Strumpfbänder schützen die Oberschenkel vor dem Wundreiben. Schneiden Sie einfach das Strumpfband von halterlosen Strümpfen ab. Oder bestellen Sie es direkt bei haloBa * oder Bandelettes  *(USA).

5. Schmuck und Tücher im Sommer

Modeschmuck kann durch Schweiß leicht anlaufen und Verfärbungen auf der Haut hinterlassen. Das betrifft auch Uhren. Mit Silber- oder Goldschmuck, Edelstahl, Perlen und Edelsteinen liegen Sie auf der sicheren Seite.

Ein Tuch oder Schal kann im Sommer ziemlich schweißtreibend sein. Wenn Sie Ihr Bürooutfit trotzdem durch ein schönes Tuch abrunden möchten, sollten Sie auf reine Seide achten. Möglichst dünn und leicht gewebt, ist es auch an heißen Sommertagen ein toller Begleiter. Und wenn es doch zu warm wird – dann binden Sie es um den Henkel Ihrer Handtasche. So setzt es einen schönen Akzent. Achtung: Gut verknoten, damit Sie das Tuch nicht verlieren.

Für die Männer bieten Einstecktücher wie immer einen schönen Akzent. Im Sommer können Sie frische und leuchtende Farben und gerne auch sommerliche Motive auswählen. Bewegen Sie sich im Beruf im kreativen Bereich? Dann könnten Sie die Socken auf die Farben des Einstecktuchs abstimmen.

6. Sommerschuhe im Business

Auch die Schuhe gehören zur Businessgarderobe. Je nach Branche und ob Kundenkontakt herrscht, sollten Damen mit Sandalen sehr bedacht umgehen. Im Idealfall verzichten Sie darauf die Zehen zu zeigen. Ferse zeigen, ist hingegen erlaubt – und so ein Sling-Pumps bringt zumindest etwas Frischluft an den Fuß. Wichtig: Bitte achten Sie auf top gepflegte Fersen!

Bei den Materialien empfehle ich Echtleder, da Kunstleder nicht „atmen“ kann. Nach kurzer Zeit werden Sie in Ihren Schuhen „schwimmen“.

Die Herren wählen entweder klassische (Echt)Lederschuhe oder falls es in Ihrem Büro erlaubt ist, leichte Stoffschuhe oder Mokassins. Übrigens: Der „ohne Socken-Trend“, gilt NICHT fürs formelle Business.

7. Make-up und Düfte im Sommer

An heißen Tagen verläuft das Make-up schnell. Ein „Primer“ schafft die ideale Grundlage und gibt flüssigen Grundierungen einen besseren Halt. Alternativ sind Puder-Make-ups eine tolle Alternative. Mein persönlicher Geheimtipp: Puderblättchen für unterwegs. Damit lässt sich wie mit Löschpapier das Hautfett aufnehmen. Zusätzlich sind sie mit einer dünnen Schicht Puder beschichtet, das die Haut mattiert.

Bitte übertreiben sie es nicht mit Deo, Parfum und Aftershave. Im Hochsommer kommt jeder mal ins Schwitzen – doch unangenehme Gerüche mit einer Überdosis Parfum und Co. zu überdecken, ist nicht der richtige Ansatz. Nehmen Sie lieber ein zweites Shirt oder Hemd als Ersatz mit. Oft reicht es auch das Unterhemd zu wechseln.

Zum Abschluss noch ein paar grundlegende Do’s & Don’ts für die Businessgarderobe bei Sommerhitze:

Egal wie warm es ist – auch im Sommer sollte die Garderobe fürs Büro nicht nach „Freizeit“ aussehen.

Damen: Miniröcke, hohe Beinschlitze, ein tiefes Dekolleté, ärmellose Shirts und Transparenz sind im Business fehl am Platz. Vorsicht auch bei Mustern. Im formellen Business zumindest, sollten Sie auf Hawaii-Drucke, Palmenblätter und Flamingos verzichten.

Herren: So verlockend kurzärmlige Hemden sind, im Business verzichten Sie lieber darauf. Erst recht, wenn Sie Krawatte tragen. Warum? Zum einen ist es einfach nicht mehr zeitgemäß. Zum anderen sollte die Hemdmanschette für einen stilvollen Look immer aus dem Sakkoärmel hervorschauen. Und wählt „Mann“ ein Kurzarmhemd, fehlt eben genau diese Manschette. Wenn es im Büro zu warm wird, legen Sie lieber das Sakko ab und krempeln Sie die langen Ärmel hoch. So wirken Sie anpackend und dynamisch.

Kurze Hosen sind – wie Sie sich denken können – für das formelle Business ebenso ungeeignet wie Sandalen. Augen zu und durch – der nächste Feierabend kommt.

Bleiben Sie entspannt – und genießen Sie die sommerlichen Tage auch in Ihrer Businessgarderobe.

Herzlichst

Sonja Garrison

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Garderobencheck
Allgemeines, Für Frauen, Für Männer

10 Tipps für den perfekten Garderobencheck – gegen Panikattacken vor dem Kleiderschrank

Mal ehrlich – wann haben Sie zuletzt einen Garderobencheck gemacht? Meine Erfahrung zeigt, dass die Lösung auf viele Fragen rund ums Kombinieren, Einkaufen und den eigenen Stil, bereits im Kleiderschrank beginnt. In diesem Blogbeitrag führe ich Sie in 10 Schritten an Ihre perfekt geordnete Garderobe heran.

2 x pro Jahr – immer zum Saisonwechsel sollten Sie IHREN Garderobencheck durchführen. In jeder Saison teile ich daher einen Artikel zum Thema. Als Reminder für meine Stammkunden und um Neulingen den Schrecken vor dem Garderobencheck zu nehmen. Ein solcher Check wirkt BEFREIEND und verändert die Perspektive – im wahrsten Sinne! Endlich wieder Überblick im Schrank bedeutet: Neue Outfits zu kreieren wird leichter und Panikattacken vor dem Schrank haben ein Ende!

Genug Gründe sofort loszulegen? Dann lesen Sie gleich weiter unten meine 10 Tipps.

Ihr Kleiderschrank – Ihre persönliche „Boutique“

Warum macht es im Geschäft so große Freude zu stöbern? Weil dort Ordnung herrscht und die Kleidung schön und luftig präsentiert ist. (Meistens zumindest) Und wie sieht’s in Ihrem Kleiderschrank aus? Zaubern Sie sich daher in Ihrem Zuhause ein Ambiente, in dem es Spaß macht neue Outfits zu kombinieren. Schaffen Sie sich Ihre eigene kleine Boutique!

Dafür brauchen Sie ÜBERBLICK. Nur wenn Sie wissen was Sie haben und welche Ergänzungen fehlen, können Sie eine vielseitig kombinierbare Garderobe aufbauen.

Studien besagen, dass 80 % der Kleidung die wir besitzen so gut wie nie getragen wird. Nur 20 % tragen wir regelmäßig. Das kann ich bestätigen. „Ach, das habe ich ja auch noch.“ Einen Satz den ich ständig höre, wenn ich meine Kunden beim Garderobencheck unterstütze. Da findet sich in den hintersten Ecken eingestaubte Kleidung. Nah, ertappt?

Langfristige vs. kurzfristige Fehlkäufe

Jedes ungetragene Kleidungsstück ist GELD, das Sie andere Dinge hätten ausgeben können.

Sehr häufig stoße ich bei meinen Kunden auf Kleidungsstücke, an denen sich noch das Etikett befindet.  „Mmh, so richtig wohl gefühlt habe ich mich darin nie.“, „Es war im Angebot.“, „Das gab es nicht mehr in meiner Größe.“ – Dann kaufen Sie es nicht! Oder geben es kurz nach dem Kauf zurück. TIPP: Innerhalb der ersten 3-4 Tage nach jedem Kauf überprüfen Sie das neue Kleidungsstück. Ziehen Sie es an, erstellen Sie verschiedene Looks und entscheiden Sie ob es bleiben darf. Das gilt auch fürs Online-Shopping. Einen Fehlkauf den Sie rechtzeitig erkennen und zurückgeben, wird KEIN Schrankhüter. Ihr Bankkonto wird es Ihnen danken.

3 Meter Kleiderschrank voll – und NICHTS anzuziehen?

Bleiben Fehlkäufe und unliebsame Kleidungsstücke ungetragen im Schrank, nagt das am Gewissen – ganz unbewusst! Wir fühlen uns schlecht weil der Schrank vollgestopft ist und sind frustriert weil der Überblick fehlt. Wenn der Schrank vollgestopft ist und das Gefühl bleibt, dass man NICHTS zum Anziehen hat, ist das ganz schön frustrierend.

Geben Sie weg, was Sie nicht glücklich macht. Befreien Sie sich von „Altlasten“ die unnötig Platz rauben. Man braucht nicht viel Kleidung, wenn das was man hat vielseitig kombinierbar ist. Ist der Schrank hingegen vollgestopft mit wunderschönen Einzelteilen, versperrt uns das die Sicht auf die wesentlichen Dinge.

Es ist also radikales Umdenken gefordert.

Garderobencheck

Los geht’s … Meine 10 Tipps für einen erfolgreichen Garderobencheck:

1. Ausräumen: Räumen Sie alle Sachen raus aus dem Schrank. JA, ich meine wirklich – ALLES! Legen Sie die Kleidung auf den Boden oder das Bett. Vergessen Sie nicht die Kleidung die Sie im Keller, im Gästezimmer oder unter dem Bett verstaut haben. Planen Sie also genug Zeit ein. Schreckt Sie das ab? Dann ordnen Sie nacheinander –  Schrankelement für Schrankelement.

2. Reinigen: Wischen Sie Schubladen und Schrankböden aus. Das duftet herrlich und so haben Motten keine Chance!

3. Sortieren & Ausmisten: Sortieren Sie Ihre Kleidung in 3 Stapel: LIEBLINGSSTÜCKE, WENIG GETRAGENES (z.B. kaum Kombinationsmöglichkeit, muss repariert werden) und WEG DAMIT (weil verwaschen, passt nicht mehr, Fehlkauf, etc.)

Bringen Sie wenn notwendig Kleidung zur Reinigung, nähen Sie fehlende Knöpfe an, bereiten Sie kaputte Kleidung auf.

 



 

4. Eine „365 Tage“ Garderobe: Sie möchten das edle Seidentop für den Herbst/Winter in eine Kiste packen? STOP! Das edle Top können Sie im Winter unter einem Kuschelpulli herausblitzen lassen, das zarte Viskosekleid mit blickdichter Strumpfhose, Stiefeln und einem Strickmantel tragen, usw. Versuchen Sie so viel Kleidung wie möglich, das ganze Jahr über zu tragen.

5. Looks kreieren: Jetzt wird’s spannend. Wieviele neue Outfits können Sie mit den vorhandenen Kleidungsstücken erstellen? Experimentieren Sie, seien Sie kreativ. Holen Sie sich Inspirationen (gute Inspirationsquellen: Conley’s, Impressionen, Pinterest, Instagram). Machen Sie am Besten Fotos von den neuen Outfits, damit Sie später im Alltagstrubel keine vergessen.

6. Bedarfsanalyse: Wenn Sie neue Looks erstellen fällt Ihnen sicher auf, dass bestimmte Sachen fehlen. Notieren Sie welche neuen Kleidungsstücke und Accessoires notwendig sind, um Ihre Garderobe sinnvoll zu ergänzen und aufzupeppen.

7. Einräumen mit System: Sortieren Sie die Kleidung nach ART in den Schrank ein: Hosen, Blusen, Shirts, Kleider, etc. Und innerhalb der Art nach Farben und Stoffqualität (sportlich / fein / elegant).

8. Ordnung schaffen: Hängen Sie Kleidung aus zarten und knitteranfälligen Stoffen auf. Nutzen Sie durchgehend gleiche Bügel. Dies wirkt herrlich aufgeräumt. Drahtbügel aus der Reinigung sind ein NO GO, denn Schulterpartien von Kleidern und Jacken beulen aus. Besser sind Holzbügel mit geformter Schulter.

Extra-TIPP: Hängen Sie die Bügelhaken beim Garderobencheck erst mal von hinten über die Kleiderstange. Jedes zukünftig getragene Kleidungsstück hängen Sie dann wieder klasssich von vorn auf die Stange. So sehen Sie beim nächsten Garderobencheck, welche Kleidungsstücke Sie in der letzten Saison überhaupt nicht getragen haben und können diese gegebenenfalls aussortieren.

T-Shirts, Longsleeves, Tops und Pullis können Sie gefaltet unterbringen. In Regalböden gestapelt oder was in Schubladen untergebracht wird, können sie „stehend“ unterbringen. So haben Sie einen perfekten Überblick. Ich persönlich liebe diese Methode. Marie Kondo, eine japanische Aufräumspezialistin, hat dies perfektioniert. (hier zwei Links: Video1 und Video2 mit Marie Kondo)

9. Second Hand: Gut erhaltene Kleidung die aussortiert wurde, können Sie in Second-Hand-Läden geben. Wenn Sie die Kleidung selbst verkaufen möchten, bietet sich Ebay, Kleiderkreisel oder auch Mädchenflohmarkt an. Alternativ können Sie Kleidung auch spenden.

10. Genießen: Erfreuen Sie sich an Ihrem geordneten Kleiderschrank und behalten Sie diese Ordnung über die Saison hinweg bei.

Sie haben es geschafft und können stolz auf sich sein!!

Möchten Sie Unterstützung beim Garderobencheck? Ich freue mich Sie zu unterstützen. Kontakt

Übrigens, wenn Sie unsicher sind welche Farben und Schnittführungen die richtigen für Sie sind, kann das auch zu Fehlkäufen führen. Eine Beratung zu diesen Themen wird Ihnen die nötige Sicherheit geben.

Herzliche Grüße

Sonja Garrison

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Dresscodes im Business – 5 Aspekte für Ihren perfekten Auftritt!

Was denken Sie über Dresscodes im Business? Antiquiert – also schlichtweg veraltet – oder sinnvoll?! Was muss man beachten und wie sieht so ein Dresscode eigentlich aus?

Genau diese Frage stellen sich viele meiner Kunden, darunter Unternehmen und Selbstständige. Deshalb möchte ich das Thema in diesem Blogbeitrag ein wenig beleuchten.

Man mag über Business-Dresscodes denken was man will. Doch vor allem im Kundenkontakt von Unternehmen ist es wichtig einen Leitfaden für das Erscheinungsbild der Mitarbeiter zu definieren. All das im Sinne der Corporate Identity. Dabei geht es nicht um starre Regeln oder Uniformen, sondern um Orientierungshilfen für mehr Sicherheit!

Der erste Eindruck zählt – Freund oder Feind?!

Die visuellen Eindrücke spielen beim Erstkontakt eine wichtige Rolle. Wir ziehen Rückschlüsse vom Erscheinungsbild auf die Persönlichkeit; und im Beruf auf die Kompetenz. Richtig eingesetzt, können Sie Ihre Persönlichkeit und Kompetenz durch eine authentische Geschäftsgarderobe unterstreichen.

Beim Erstkontakt entscheiden mit 55 % die visuellen Eindrücke wie Kleidung und Körpersprache. Gefolgt von 38 % mit unserer Stimme und nur 7% zählt der Inhalt des Gesagten.

Ein positiver erster Eindruck verschafft Ihnen einen Vertrauensvorteil

Ihr Gegenüber kann sich schneller auf Sie einlassen, wenn Sie durch ein authentisches Erscheinungsbild auf Anhieb überzeugen. Ein negativer erster Eindruck muss erst mühsam revidiert werden. Durch eine dem Anlass angemessene Garderobe zeigen Sie Ihrem Gegenüber außerdem Ihre Wertschätzung. Daher: Lieber ein wenig overdressed als völlig underdressed. Letzteres kann als Desinteresse ausgelegt werden. TIPP: Betrachten Sie sich aus der Perspektive des Kunden – was würden Sie von Ihrem Outfit und Auftreten erwarten …?

Weniger Regeln – wachsende Unsicherheit!

In vielen Branchen gibt es heute keinen klassisch formellen Dresscode mehr. Ausnahmen finden sich beispielsweise in der Finanzbranche, in Unternehmensberatungen und bei Rechtsanwälten. Immer weniger wird von Mitarbeitern aktiv gefordert sich an strenge Dresscodes zu halten. Auch weil sich vor allem junge Mitarbeiter mehr Individualität und Lässigkeit beim Business-Look wünschen. Eine weitere Herausforderung: Die Anforderungen einer Geschäftsgarderobe können je nach Branche, dem Unternehmen und auch innerhalb eines Teams sehr variieren.

Die Konsequenz: Immer weniger Absprachen und Vorgaben. Einerseits eine positive Entwicklung für mehr Individualität. Keinerlei Vorgaben bedeuten jedoch wenig Orientierung und damit wachsende Unsicherheit: „Kann ich die Krawatte weglassen?“, „Sind Jeans erlaubt?“, „Wie auffällig darf mein Schmuck sein?“, „Muss ich einen Designer-Anzug kaufen?“.

Leitfaden für mehr Orientierung

Ich plädiere in Unternehmen deren Mitarbeiter viel Kundenkontakt pflegen, für einen Leitfaden bezüglich der Geschäftsgarderobe – nennen  wir es einen „soften Dresscode“. Meine Erfahrung zeigt, dass Mitarbeiter diesen Leitfaden schätzen weil er ihnen Orientierung und Sicherheit gibt. Letztendlich kommt dies der Außenwirkung des Unternehmens zu Gute. Sprechen Sie sich zumindest vor Kundeterminen innerhalb Ihres Teams ab, damit Sie gemeinsam eine klare Linie zeigen!

 

Dresscodes: Formal Business – Modern Business – Casual Business

Nachfolgend eine Übersicht der 3 gängigsten Dresscodes. Die Grenzen sind oft fließend. Bei der Vielzahl an Branchen und den unterschiedlich Anforderungen innerhalb eines Unternehmens kann im Rahmen dieses Blogbeitrags kein pauschalisierter Hinweis gegeben werden. Die nachfolgenden Bilder und Beschreibungen verschaffen Ihnen aber einen ersten Überblick.

  • Formal Business: Oft geschichtlich gewachsene Unternehmen mit starken Hierarchien (Banken, Versicherungen, etc.). Das klassische Verständnis von Geschäftsgarderobe kommt hier zum Tragen: Bei Männern ein grauer oder dunkelblauer Anzug mit weißen und pastellfarbenen Hemden. Frauen tragen ein Kostüm oder einen Hosenanzug mit pastellfarbener Bluse. Wenig Raum für Individualität.
  • Modern Business: Zu finden in Unternehmen mit eher flachen Hierarchien und flexiblen Strukturen. Kreativ, innovativ und erfolgreich im Teamwork (Softwarehäuser, Werbeagenturen, Marketingabteilung innerhalb eines Unternehmens etc.). Die Kleiderordnung ist entspannter und es wird viel Wert auf Stil, Modernität und Individualität gelegt. Die Krawatte ist kein Muss. Dieser Dresscode setzt sich mehr und mehr durch und löst in vielen Branchen das „Formal Business“ ab.
  • Casual Business: Bitte nicht zu verwechseln mit Casual. Wir bewegen uns immer noch auf Geschäftsebene. Der Look sollte bei aller Lässigkeit immer eine gewisse Eleganz ausstrahlen. Kombinationen aus Sakko und Chinohose, evtl. sogar Weste statt Sakko, extravagante Einstecktücher. Je nach Branche und Unternehmen kommen auch modische Sneakers in Frage. Besonderheit „Casual Friday“: Auch am Freitag gilt – was im Büro getragen wird, sollte auch nach Büro aussehen (gepflegt und nicht nachlässig).

 

Die 5 wichtigsten Aspekte zusammen gefasst – damit SIE überzeugen:

  1. Lieber overdressed als underdressed – damit zeigen Ihrem Gegenüber Wertschätzung
  2. Achten Sie auf hochwertige Materialien und Verarbeitung.
  3. Exakte Passform vermittelt Genauigkeit. Zu enge oder zu weite Kleidung wirkt wenig überzeugend.
  4. Teamwork auch beim Outfit: Sprechen Sie sich mit Ihren Kollegen vor einem Meeting ab (Krawatte und Jeans = Ja oder Nein?). Oder möchten Sie beim Kundetermin am Ende besser gekleidet sein als ihr Chef?!
  5. Perspektivwechsel: Betrachten Sie sich als Ihr Kunde. Wirken Sie überzeugend? Was erwartet Ihr Kunde von Ihrem Auftreten?

 

In meinen Seminaren, Vorträgen und Einzelberatungen berücksichtige ich u. a. all diese Aspekte. Es wird analysiert welche Anforderungen die Geschäftsgarderobe erfüllen sollte. Ziel ist es, die Außenwirkung zu optimieren. In Abstimmung kann dabei genau festgelegt werden, welche Kleidungsstücke und Kombinationen in Frage kommen und welche weniger geeignet sind. Dies gilt gleichermaßen für Einzelunternehmer als auch für die Mitarbeiter eines Unternehmens.

 

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Das Einstecktuch – 5 Tipps wie man es richtig kombiniert und faltet

Ein kleines Tuch mit großer Wirkung – das Einstecktuch!

Richtig kombiniert peppt es jeden Anzug, jedes Sakko und auch Westen auf. Vom formellen Businessoutfit bis hin zum modischen Freizeitlook, verleiht es dem jeweiligen Look Raffinesse und Individualität. Von vielen meiner Kunden anfänglich mit Skepsis beäugt, konnte ich bislang noch jeden dafür begeistern. Es wird also Zeit die wichtigsten Tipps zum Styling in diesem Blog-Beitrag zusammenzufassen. Danach macht Ihnen in Sachen Einstecktuch so schnell keiner was vor …

5 wichtige Fakten & Tipps – inkl. Faltanleitungen:

1. Material

Der Klassiker unter den Einstecktüchern ist Weiß und aus feiner Baumwolle. Als Rechteck gefaltet ziert es die unterschiedlichsten Outfits. Daneben gibt es Tücher aus Leinen, Wolle, hochwertigen Mikrofasern und ganz edel wird das Tuch aus Seide. Um den edlen Look zu vollenden, können die Kanten des Tuchs „rolliert“ sein.

Einstecktuch

Seidentuch mit rollierten Kanten

2. Farbigkeit und Muster

Mit einfarbigen Tüchern liegen Sie immer richtig. Sie sind schlicht, und einfach zu kombinieren. Wer sich auch bei der Farbe unsicher ist, greift zum klassisch weißen Einstecktuch. Für Abwechslung und Raffinesse sorgen Muster und markante Farben. Zeitlose und vielseitig kombinierbare Muster sind Karo, Paisley oder kleine Punkte. Besonders modisch sind derzeit florale und grafische Muster. Farblich liegen Sie bei Mustern in Blautönen richtig. Ganz aktuell sind Weinrot, Grün- und Petroltöne.

3. Das Einstecktuch richtig kombinieren

Jetzt wird’s knifflig – zwar gibt es keine strengen Regeln wie und wann ein Einstecktuch getragen wird. Doch beim Kombinieren von Mustern und Farben werden häufig Fehler gemacht, die man mit folgenden Tipps leicht vermeiden kann:

Orientieren Sie sich beim Kombinieren farblich an den dominierenden Musterfarben und weniger am Grundton. Verlieren Sie sich dabei nicht im (Farb)Detail. Es geht vielmehr darum die Farbtemperatur und das Gesamtbild aufzugreifen, als den einzelnen Farbton perfekt zu treffen.

  • Krawatte mit Muster & einfarbiges Tuch: Die dominierende Musterfarbe der Krawatte greifen Sie im Tuch auf.
  • Einfarbige Krawatte & gemustertes Tuch: Die Farbe der Krawatte wird im Tuch als dominierende Musterfarbe aufgegriffen (z. B. zur weinroten Krawatte ein Einstecktuch, welches im Muster ein Hauch von Weinrot aufgreift.)
  • Krawatte UND Tuch gemustert: NIEMALS sollten Krawatte und Einstecktuch das gleiche Muster und die gleiche Mustergröße aufweisen! Dies wirkt zu „gewollt“. Stilvoller: Unterschiedliche Muster in unterschiedlichen Größen (z. B. Kleines Paisley zu breiten Streifen bzw. breite Streifen zu kleinen Punkten).
  • Nur Einstecktuch: Ohne Krawatte getragen ist das Einstecktuch DAS Accessoire um Ihrem Outfit eine persönliche Note zu verleihen. Es zeigt Ihrem Gegenüber zudem, dass Sie nicht aus Bequemlichkeit die Krawatte weggelassen, sondern sich mit Ihrem Look bewusst auseinander gesetzt haben. Greifen Sie beim Tuch eine Farbe aus dem Outfit auf.

Spielen Sie schon in der Profi-Einstecktuch-Liga? Dann können Sie das Tuch auf das Hemd, ein farbiges Knopfloch am Sakko, die farbigen Schnürsenkel oder sogar Ihre Socken abstimmen. Im Zweifel aber bitte einen Profi fragen ;).

4. Falttechniken – so kommt Ihr „Schmuckstück“ optimal zur Geltung

Baumwoll- und Leinentücher werden meist gefaltet, Seiden- und Mikrofasertücher eher bauschig gelegt.

Hier meine persönlichen Favoriten:

Das Rechteck: Der Klassiker wirkt besonders schön mit einem weißen Tuch aus feiner Baumwolle oder Leinen. Die Technik ist ideal für Business-Termine und formelle Anlässe.

Die Bauschfaltung: Diese lässige Variante ist perfekt für leichte Einstecktücher aus Seide oder leicht glänzender Mikrofaser. Im Winter kommen auch leichte Wollstoffe in Frage (siehe Titelbild).

Das Dreieck / Spitzfaltung: Diese zeitlose Variante ist ideal für einfarbige Tücher.

Dreiecks-Bauschfaltung: Diese raffinierte Mischung aus Bausch- und Spitzfaltung ist vor allem für Seidentücher geeignet. Falten Sie das Tuch nicht zu schmal. Es neigt zum Verrutschen, sobald es die Ränder der Brusttasche nicht mehr berührt.

2-Ecken / Doppelspitzfaltung: Sowohl für einfarbige als auch gemusterte Tücher geeignet.

5. Extra Tipp

Gemusterter Taschenbeutel: Bei vielen sportiven Sakkos ist der Taschenbeutel der Brusttasche aus einem schönen Futterstoff gefertigt. Stülpen Sie diesen einfach hoch, … und schon haben Sie ein Einstecktuch! Achten Sie dabei auf eine gute Qualität und Verarbeitung des Stoffes. Im Zweifel lieber ein separates Einstecktuch wählen.

… Übrigens, lassen Sie Ihr Einstecktuch Tuch zu formellen Anlässen nicht weiter als ein bis zwei Zentimeter aus der Brusttasche herausragen. Je weiter es hervorlugt, desto extravaganter wirkt es.

Konnte ich Sie neugierig machen? Vielleicht haben Sie ja bald ein kleines und feines Einstecktuch-Repertoire!

Ein paar Hersteller Tipps: von Floerke, Eton, Boss, …

Das Einstecktuch bietet so viele Spielräume und kaum starre Regeln: Experimentieren Sie drauflos und finden Sie Ihre persönliche Note.

Viel Spaß dabei!

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Expertenbeitrag für das Alpenwelt-Magazin – was tun beim Loch in der Lederhose

Das Oktoberfest ist vorbei – Jetzt heißt es das Dirndl und die Lederhose auf Vordermann zu bringen, damit Sie bei der nächsten Wiesn tip top aussehen.

Die empfindlichen Materialien am Dirndl und vor allem die Lederhose, machen das Reparieren und Reinigen nicht einfach. Daher hat das „Alpenwelt-Magazin“ einen Trachten-Pflegeratgeber veröffentlicht. Dazu wurden Experten aus den Bereichen Reinigung, Schneiderei und Mode nach ihren Tipps zur richtigen Trachtenpflege befragt.

Meine Expertise kam zum Thema Lederhose. Ich finde die Lederhose bei der Tracht einfach klasse! Und nicht nur für Männer. Auch für Frauen ist sie eine tolle Alternative zum Dirndl. Zum Beispiel kombiniert mit einer Trachtenbluse, einem schönen Mieder, frechen Stiefeletten und Stulpen (Beispiel Outfit).

Zudem kann man nützliche Tipps zur Lederpflege- und Reparatur, auch unabhängig der Tracht, gerade jetzt gebrauchen: In den aktuellen Herbst/Winter Kollektionen findet man viele Röcke, Kleider, Hosen und Jacken aus Leder.

Alle wichtigen Tipps wurden in dieser PDF zusammengefasst: Viel Spaß beim Lesen: Alpenwelt_Trachten_Pflegeratgeber-.pdf

Meine 6 wichtigsten Expertentipps zur Pflege & Reparatur der Lederhose:

  1. Vorbeugen ist wichtig: Um das Leder vor Schmutz zu schützen sollte es regelmäßig imprägniert werden.
  2. Glattleder mit Lederfett einfetten. So bleibt das Leder weich und elastisch und ist somit weniger anfällig für Risse.
  3. Leichte Flecken oder Kratzer lassen sich mit einem speziellen Lederschwamm aufbürsten.
  4. Bei Brandflecken oder kleinsten Rissen hilft Flüssigleder das in vielen Farbtönen erhältlich ist (Leder-Spachtelmasse).
  5. Löcher oder Risse werden zuvor mit einem speziellen Fließstoff unterklebt.
  6. Die ganz Kreativen können die schadhafte Stelle mit schönen Flicken und Applikationen überdecken.

Link zum ganzen Artikel: Trachten-Pflegeratgeber